Erstellt am 27. Februar 2015, 15:30

von Werner Müllner

Die Unternehmer haben entschieden. Die ÖVP konnte ihr Ergebnis von 2010 noch steigern, die Grünen verdoppelten ihre Prozente.

Die Spitzenkandidaten: Peter Nemeth, Oswald Hackl, Anja Haider-Wallner und Robert Peterlik (v.l.)  |  NOEN, Werner Müllner
Die Wahlbeteiligung war äußerst mager. Nur knapp über 40 Prozent der burgenländischen Unternehmer gingen zur Wahl. Das Ergebnis: Der Burgenländische Wirtschaft - Wirtschaftsbund (ÖWB) erhielt 6.220 Stimmen, was 71,31 Prozent entspricht. 2010 erhielt der Wirtschaftsbund 70,3 Prozent.

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Burgenland (SWV) erhielt 1531 Stimmen, 17,55 %. (2010: 17,2 %). Der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) erhielt 512 Stimmen, 5,87% (2010: 8,4%). Ihre Prozente verdoppeln konnte die Grüne Wirtschaft. Die Grünen erreichten 445 Stimmen bzw. 5,10 Prozent. (2010: 2,2 %).

Jubel natürlich bei den Grünen. Anja Haider-Wallner: „Wir sind die wahren Gewinner der Wahl, wir sind die einzigen, die Stimmen dazugewinnen konnten. Das ist ein grüner, frischer Wind in Hinsicht auf die Landtagswahl.“

Größte Gruppe sind Nichtwähler

Robert Peterlik von der FPÖ erklärt die Niederlage so: „Die größte Gruppe bei dieser Wahl sind die Nichtwähler, das sollte uns allen ein Denkanstoß sein. Wir haben nun wieder fünf Jahre Zeit zu arbeiten und werden dies auch tun.“



Oswald Hackl, Spitzenkandidat Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband, erklärte, dass es nur sehr schwer gelang sein Klientel zur Wahl zu motivieren. Landeshauptmann Hans Niessl gratulierte ihm: „Der SWV Burgenland wird damit voraussichtlich wieder das zweitbeste Landesgruppenergebnis aller Bundesländer erringen können. Ich gratuliere Oswald Hackl und seinem SWV-Team zu diesem Wahlsieg!“

Nemeth: "Unternehmer sind wirkliche Gewinner"

Wahlsieger Präsident Peter Nemeth (WB) erklärte sinngemäß, dass die wirklichen Gewinner der Wahl die Unternehmer seien, denn sie haben gegen ein System der weiteren Besteuerung gestimmt. Und er hatte bei seiner Rede auch für jene, die sich als Gewinner bezeichnen, eine Pointe parat: „Eine wirkliche Überraschung ist es, wenn man von 70 auf 71 Prozent zulegt. Das ist so, wie wenn Anna Fenninger in einem Skirennen statt mit einer Sekunde Vorsprung mit zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel kommt.“

„Ich gratuliere dem ÖVP-Wirtschaftsbund und -Präsident Peter Nemeth zu diesem hervorragenden Ergebnis. Die gute Arbeit und der konsequente Einsatz des ÖVP-Wirtschaftsbundes für die Anliegen unserer Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich bezahlt gemacht und wurden honoriert“, sagt Landesvize Franz Steindl.