Erstellt am 09. November 2012, 10:55

Wirtschaftslage trübt sich laut Wifo weltweit ein. Die Wirtschaftslage trübt sich laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo weltweit weiter ein.

In Österreich würden weiterhin die negativen Einschätzungen überwiegen, so das Wifo in seinem Freitag veröffentlichten monatlichen Konjunkturbericht. 2012 sollte die heimische Wirtschaft real um 0,6 Prozent wachsen und 2013 um 1,0 Prozent, erinnert das Wifo an seine Herbst-Prognose von Ende September.

Die drei großen Wirtschaftsräume USA, EU und Ostasien stehen laut Wifo vor unterschiedlichen Problemen: Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der wirtschaftspolitischen Unwägbarkeiten im kommenden Jahr ("fiscal cliff") sanken die Ausrüstungsinvestitionen in den USA im dritten Quartal. In Europa dämpfen in einigen Ländern die verordneten Sparprogramme und die instabile Lage im Bankwesen die Konjunktur. Japans Wirtschaft leidet unter den Nachwirkungen der Naturkatastrophen im Jahr 2011 und den diplomatischen Spannungen mit China. Auch in China selbst kühlt die Konjunktur weiter ab, so das Wifo.

Zugleich wachse aber in den USA der private Konsum beständig, und das Immobilienvermögen gewinne wieder an Wert. In der EU sei die Industrieproduktion zuletzt nicht weiter zurückgegangen, der Ausblick bleibe aber getrübt. Bei Österreichs wichtigstem Handelspartner, Deutschland, werde die Konjunktur schwächer.

Für Österreich zeichnen die Wirtschaftsforscher ein substanziell unverändertes Bild: "Es überwiegen weiterhin die negativen Einschätzungen", heißt es. Betroffen sei davon vor allem die Sachgütererzeugung, die Lage in der Bauwirtschaft sei etwas besser, auch die Tourismuswirtschaft sei für die nahe Zukunft zuversichtlicher. Der Beschäftigungszuwachs habe zuletzt deutlich nachgelassen, die Arbeitslosigkeit sei weiter gestiegen, die Arbeitslosenquote habe sich saisonbereinigt leicht auf 7,2 Prozent erhöht.