Erstellt am 30. Oktober 2012, 15:43

Wirtshäuser vor Aus?. Große Konkurrenz für Wirtshäuser durch Vereinsfeste und Heurigenwirte. Forderung: Übergangsregelung bei Umbauarbeiten.

Gemeinsame Pressekonferenz. Spartengeschäftsführer Franz Perner, Spartenobmann Josef Sagmeister und Gastronomie-Obmann Helmut Tury (v.l.) in der Eisenstädter Wirtschaftskammer.  |  NOEN, Foto: Richard Vogler
Von Richard Vogler

Die Wirtschaftskammer schlägt Alarm: Immer mehr burgenländische Gastwirte schließen ihre Lokale. Oftmals findet sich kein Nachfolger, der den Betrieb übernehmen möchte und investieren will. Im Burgenland gibt es derzeit 2.196 Gastronomiebetriebe – das bedeutet ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2010.

„Symptomatisch für viele Dorfwirtshäuser im Burgenland ist das Bahnhofsrestaurant in Mattersburg. Nach der Pensionierung der Pächter gab es keine Nachfolger aus dem näheren Umfeld. Die Verhandlungen mit Interessenten haben sich zerschlagen“, berichtet Spartengeschäftsführer Franz Perner.

Ein Dorn im Auge ist die Konkurrenz durch viele Vereinsfeste im Land. „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen. Die vielen Vereinsfeste machen unseren Wirten das Leben schwer. Bei einigen dieser Veranstaltungen ist man nur auf Profit aus und es geht dabei nicht um Gemeinnützigkeit. Die Wirte müssen die Kellner bezahlen, bei den Festen arbeiten die Vereinsmitglieder umsonst“, hält Gastronomie-Obmann Helmut Tury fest. Weiters stellen die Buschenschänke eine große Konkurrenz dar, und in Richtung Behörden gibt es eine Forderung: Bei Neuübernahmen soll es bei erforderlichen Umbaumaßnahmen eine Übergangsregelung von drei Jahren geben.
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