Erstellt am 28. November 2012, 13:17

WK warnt Friseurbetriebe vor "Gleichbehandlungsexperten". Eine "Agentur" fordert die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung und droht mit Klage, die WK Burgenland warnte am Mittwoch: Das sei eine Abzocke von Betrügern.

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Die Wirtschaftskammer Burgenland (WK) warnt heimische Friseurbetriebe vor Betrügern. Eine "Agentur für Gleichbehandlung - Alexander Sedelke" kontaktiere derzeit Friseurbetriebe und fordere diese auf, eine Unterlassungserklärung wegen Verletzung des Gleichbehandlungsgesetztes zu unterzeichnen. Dabei handle es sich aber um reine Abzocke, teilte die WK am Mittwoch mit.

In dem Schreiben werde der Umstand aufgezeigt, dass das Friseurunternehmen unterschiedliche Preise für Männer und Frauen haben und sich eine Kundin darüber beschwert hätte. "Die Agentur beruft sich dabei auf den Tatbestand der Geschlechterdiskriminierung bei der Preisauszeichnung und droht mit einem Kostenersatz von 249 Euro für vor Ort-Erhebung, Datenrecherche und Aufforderungsschreiben", so WK-Rechtsexperte Harald Mittermayer.

Da diese "Agentur" weder "klagslegitimiert, noch eine berufliche Rechtsvertretung" sei, sei eine derartige Kostenforderungen unberechtigt. "Hier wird versucht, auf betrügerische Weise Geld zu machen", erläuterte Mittermayer.

Die WK rät deshalb, weder etwas zu unterschreiben, noch Geld zu bezahlen. Sollten Betriebe mit derartigen Fällen konfrontiert werden, können Sie sich an das Service Center der WK Burgenland oder an eine der WK-Regionalstellen (Internet: wko.at/bgld oder telefonisch: 05/90907-2000, Anm.) wenden.