Erstellt am 23. November 2011, 13:02

WKÖ muss 48 Mio. in Pensionskasse nachschießen. Angesichts der massiv eingebrochenen Renditen muss die Wirtschaftskammer nun 48 Mio. Euro in ihre Pensionskasse nachschießen.

 Zu Nachzahlungen an die Ex-Mitarbeiter soll es aber nicht kommen. Für neu eintretende Mitarbeiter soll es überhaupt keine Pensionskassenzusagen mehr geben, kündigte WKÖ-Präsident Leitl am Mittwoch an. In der WKÖ-Pensionskasse klafft gesamt ein 100-Mio.-Euro-Loch.

Der Hintergrund: Die ursprünglich erwartete Rendite der Pensionskasse von 7,5 Prozent wurde nie erreicht. Auch eine einmalige Absenkung der Zinserwartung auf sechs Prozent reichte nicht aus. Vielmehr lag die durchschnittliche Wertsteigerung bei gerade einmal 0,64 Prozent. Entsprechend sind auch die Pensionszahlungen an die ehemaligen Mitarbeiter deutlich geringer ausgefallen als ursprünglich in Aussicht gestellt.

Wie der zuständige Generalsekretär Herwig Höllinger erläuterte, sollen daher nun einmalig 48 Mio. Euro in das Kapital der Pensionskasse nachgeschossen werden. 18 Mio. Euro muss allein die Bundeswirtschaftskammer aufbringen, der Rest entfällt auf Landeskammern und Fachgruppen. Damit wird es zwar keine Ausgleichszahlungen für die in der Vergangenheit geringer als geplant ausgefallenen Rentenzahlungen geben. Für die Zukunft soll das zusätzliche Kapital aber etwas höhere Auszahlungen ermöglichen.

Außerdem wird die Zinserwartung für die Pensionskasse der Wirtschaftskammer neuerlich gesenkt - und zwar von aktuell 6 auf auf 4,75 Prozent. Damit soll der Kasse, so Höllinger, eine weniger riskante Anlagestrategie ermöglicht werden. Nicht näher beziffert wurden allfällige in der Zukunft noch nötige Zuschüsse für die Pensionskasse. Medial war von insgesamt bis zu 110 Mio. Euro die Rede.

Ebenfalls beschließen will die Wirtschaftskammer bei ihren Gremiensitzungen am Mittwoch, dass die betriebliche Pensionskasse an eine überbetriebliche Kasse ausgelagert wird. Für neu eintretende Mitarbeiter soll es daher keine Pensionskassenzusagen mehr geben.