Erstellt am 30. Januar 2013, 00:00

Wohnen als Luxus?. Podiumsdiskussion / Hochkarätige Runde befasste sich mit den Sorgen burgenländischer Familien. Ein Strategiepapier soll Abhilfe schaffen.

Am Podium. GBH-Landesgeschäftsführer Karl Marhold, OSG-Chef Alfred Kollar, SPÖ-Klubchef Christian Illedits, Innungsmeisterin Maria Epple, GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch, GBH-Landesvorsitzender Franz Pieber und Moderator Andreas Huss, Sekretär der Gewerkschaft Bau-Holz (v.l.). Ostermayer  |  NOEN
Von Helga Ostermayer

„Wohnen im Burgenland – ein Grundbedürfnis wird unfinanzierbar?“ Zu dieser Frage lud die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) kürzlich in Mattersburg zur Podiumsdiskussion. Laut aktueller Studie wird das Wohnen für viele Familien immer mehr zum finanziellen Kraftakt.

Als Diskutanten nahmen sich SPÖ-Klubchef Christian Illedits, Alfred Kollar, Sprecher der burgenländischen Siedlungsgenossenschaften und Geschäftsführer der OSG, Bau-Innungsmeisterin Maria Epple sowie GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch des Themas an. Und dabei zeigten sich auch unterschiedliche Sorgen. Alfred Kollar etwa sprach den „Preiswucher“ an: „Es gibt keinen Landstrich im Burgenland, wo unter 1.500 Euro pro Quadratmeter gebaut werden kann.“

„25 Prozent der Haushalte müssen 50 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben“, unterstreicht Josef Muchitsch. Innungsmeisterin Epple klagt aus Sicht der Baufirmen: „Wir leiden sehr, weil wir nicht ausgelastet sind. Bei der Vergabe von Aufträgen werden billigere ausländische Firmen vorgezogen.“ Illedits weist in diesem Zusammenhang auf die Eigenverantwortung hin: „Es sind alle in ihrem Wirkungsbereich gefordert, darauf zu achten, dass das nicht passiert. Dann bleibt das Geld im Land.“

Landtag: Neues Gesetz bringt Erleichterungen 

Um den Problemen auf dem Bau- und Wohnungsmarkt Herr zu werden, wurde nun ein gemeinsames Strategiepapier entwickelt. Im Landtag wurde in der Vorwoche zugleich ein neues Baugesetz beschlossen, mit dem nicht nur Verwaltungsvereinfachungen für die Bevölkerung, sondern auch eine finanzielle Entlastung der Gemeinden einhergehen sollen.