Erstellt am 27. Januar 2016, 13:03

von Werner Müllner

"Wollen keine Kunden hergeben!". Die Raiffeisenbankengruppe Burgenland ist mit 133 Bankstellen der Nahversorger mit Finanzdienstleistungen im Burgenland. 230.000 Kunden machen Raiffeisen zum unangefochtenen Marktführer im Burgenland. Mehr als 9.000 burgenländische Unternehmer sehen in Raiffeisen einen starken und vor allem verlässlichen Partner.

Petra Pani, Rudolf Könighofer und Friedrich Nikolaus bei der Bilanzpräsentation  |  NOEN, Werner Müllner
Und diese Kunden will man auch behalten: "Wir wollen keinen Kunden hergeben", denn so erklärt Rudolf Könighofer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Burgenland: "Ja es stimmt, es ist ein teures Vertriebssystem." Und er, Könighofer, könne auch nicht versprechen, dass es in den kommenden Jahren weiterhin 133 Filialen gibt: "Mehr wird es nicht geben, es werden aber auch nicht jedes Jahr weniger werden. Wenn uns die Kunden vor Ort nicht mehr brauchen, dann wird das zur Schließung führen."

„Seit jeher haben wir größte Aufmerksamkeit auf eine vertrauensvolle Kundenbeziehung gelegt. Eine Beratung auf Augenhöhe, getragen von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis für sein Gegenüber, ist das Fundament einer jeden langfristigen Kundenbeziehung. Jetzt, in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, bestätigen unsere Kunden die gewählte Strategie, indem sie Raiffeisen nach wie vor als ersten Ansprechpartner in ihrer Finanzgebarung sehen. Die Kundenbetreuer müssen tagtäglich bei Beratungen das entgegengebrachte Vertrauen der Kunden erarbeiten und festigen. Deshalb wurde auch größter Wert darauf gelegt, dass unsere Kundenbetreuer bestens ausgebildet sind. Denn nur ein fachlich versierter Betreuer kann dem Wunsch des Kunden nach dem für ihn am besten geeigneten Finanzprodukt entsprechen“, erläutert Könighofer.

Erfolgreiches Jahr 2015

Die Kundengelder, die bei Raiffeisen zum Jahresende 2015 veranlagt sind, sind gegenüber 2014 moderat um 0,7 % gestiegen und belaufen sich auf 6 Milliarden Euro. Dies ist vor dem Hintergrund des stagnierenden Wirtschaftswachstum und der sinkenden Sparquote der Privatkunden sowie des niedrigen Zinsniveaus als klarer Erfolg zu werten. Besonders stark wurden online-Spareinlagen nachgefragt: Mit einem Zuwachs von 12,9 % auf nunmehr 183 Millionen Euro erreichten sie 2015 eine neue Rekordmarke.

Die Finanzierungen stiegen um 3,6 % auf 3,1 Milliarden Euro – ein erfreulicher Zuwachs im Lichte des geringen Wirtschaftswachstums und ein klarer Beweis, dass es bei Raiffeisen keine Kreditklemme gibt.
Auch Bausparen bleibt unverändert attraktiv und führt das Ranking der beliebtesten Sparformen an. Mit knapp 14.000 neu abgeschlossenen Verträgen konnte die Raiffeisenbankengruppe Burgenland das Rekordergebnis aus dem Vorjahr einstellen.

Im Bereich der Raiffeisen Versicherung lag der Schwerpunkt bei der Beratungsoffensive Pensionsvorsorge und wurde von den Kunden sehr gut angenommen. So konnte die Jahresnettoprämie von kapitalbildenden Lebensversicherungen um 18 % auf 43,2 Millionen Euro erhöht werden.

Entgegen dem allgemeinen Trend an den Börsen ließen sich auch im Bereich Wertpapier im abgelaufenen Jahr schöne Erfolge feiern. So konnte ein erfreulicher Zuwachs beim Fondssparen – mit 20.800 Verträgen wurde ein neuer Höchststand erreicht - und bei den Publikumsfonds verzeichnet werden. Auch hier wurde die Beratungsoffensive Pensionsvorsorge von den Kunden goutiert und die individuellen Vorsorgemodelle in Anspruch genommen.

Starkes betriebswirtschaftliches Fundament

Die Bilanzsumme der Raiffeisenbankengruppe Burgenland erreichte im Geschäftsjahr 2015 mit 6,6 Milliarden Euro einen Zuwachs von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Raiffeisenbankengruppe Burgenland lag mit 66,1 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 58,3 Millionen Euro.