Erstellt am 05. Oktober 2011, 11:24

Zahl der Börsengänge weltweit eingebrochen. Wegen den Turbulenzen an den Finanzmärkten und der Staatsschuldenkrise ist die Zahl der Börsengänge im dritten Quartal weltweit eingebrochen. Das geht aus einer Analyse der Beratungs- und Prüfgesellschaft Ernst & Young vom Mittwoch hervor.

Demnach ging die Zahl der IPO (Initial Public Offerings) in der Zeit zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorquartal um fast ein Drittel auf 284 zurück.

Verschoben wurden 22 IPO, 49 ganz abgesagt. Das Emissionsvolumen sackte um 60 Prozent auf 28,5 Mrd. Dollar (21,6 Mrd. Euro) ab. Der Rückgang der weltweiten Börsengänge zeige, dass die Schuldenkrisen in der Eurozone und den USA negative Auswirkungen auf das Vertrauen der Emittenten und auch der Investoren hatten, erklärte Ernst & Young. Die Unternehmen hätten ihre Pläne aber nur zurückgestellt und warteten auf bessere Marktbedingungen.

Mit verstärkten Aktivitäten rechnet die Gesellschaft erst wieder im Frühjahr 2012. Wenn Börsengänge klappten, dann vor allem in den Wachstumsmärkten wie China. In Deutschland schafften in der Zeit gerade einmal drei kleinere Unternehmen den Sprung aufs Parkett.