Erstellt am 30. April 2013, 13:28

Zahl der osteuropäischen Beschäftigen im Tourismus verdoppelt. Die Zahl der Tourismus-Beschäftigten aus Ostländern hat sich binnen zweier Jahre auf rund 30.000 mehr als verdoppelt.

Insbesondere in Niederösterreich, Wien, Burgenland und in Teilen der Steiermark hätten viele Ungarn und Slowaken eine neue Beschäftigung gefunden. Der Großteil arbeite als Kellner oder Hilfskraft.

Zweitstärkster Magnet für Ungarn, Polen oder Slowaken ist die heimische Warenproduktion, in der zuletzt 17.461 Osteuropäer tätig waren. Der Zuwachs in den letzten beiden Jahren fällt mit 53 Prozent aber deutlich geringer aus als im Tourismus. Dahinter rangieren Handel (inklusive Kfz-Reparatur) und Bau mit jeweils gut 16.000 Beschäftigten aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten.

Nach Herkunft betrachtet haben sich vor allem Ungarn für einen Job in Österreich entschieden: Gut 55.000 Personen aus dem Nachbarland sind hierzulande beschäftigt, was gegenüber 2011 einer Steigerung von 96 Prozent entspricht. Dahinter folgen Polen (27.000) und Slowaken (21.000).

In den Fremdenverkehrsberufen waren laut AMS im März 25.413 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Angesprochen auf die hohe Arbeitslosenzahl bei gleichzeitig stark steigender Beschäftigung ausländischer Kellner und Hilfskräfte meinte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) am Rande einer Pressekonferenz, dass es im Tourismus Probleme gäbe einheimische Beschäftigte zu bekommen - was zum Teil an der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen liegen könne.

Am 1. Mai 2011 war der österreichische Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer aus acht neuen EU-Staaten geöffnet worden. Menschen aus Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien und der Slowakei sowie aus den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen können sich seitdem ohne Einschränkungen auch hier eine Arbeit suchen.