Erstellt am 13. Mai 2013, 14:38

Zahlungsmoral in Österreich hat sich verbessert. Die Zahlungsmoral in Österreich hat sich verbessert, geht aus einer Studie des internationalen Inkasso-Dienstleisters Intrum Justitia hervor.

Der in einer Umfrage bei Unternehmen erhobene "Zahlungsindex" kletterte für Österreich von 153 im Jahr 2012 auf 149 im Jahr 2013. Damit liegt Österreich am achten Platz von 29 untersuchten Ländern. An der Spitze liegt Finnland, Schlusslicht ist Griechenland.

Beim Ausfallsrisiko herrscht in Europa ein klares Nord-Südgefälle: Während in den skandinavischen Staaten laut Umfrage meist pünktlich gezahlt wird, leiden die Länder Süd- und Osteuropas weiterhin unter langer Zahlungsdauer, hohen Ausfällen und weitverbreitetem Pessimismus bezüglich der Fähigkeit, aus der Krise herauszukommen. In weit mehr als der Hälfte der untersuchten europäischen Länder seien die Ausfallrisiken der befragten Unternehmen gestiegen. Ein Drittel der Länder gelte aufgrund des Risikoprofils als Notfall.

Insgesamt sei die Wirtschaftsstimmung in Europa nicht gut: Unternehmen sehen zunehmend Auswirkungen der Rezession, für Umsatz, Liquidität, Wachstum und Zukunftsinvestitionen herrsche "allgemeiner Pessimismus". In ganz Europa belaufen sich laut der Studie die abgeschriebenen Forderungen auf 350 Milliarden Euro, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil hat sich damit von 2,8 Prozent auf 3 Prozent erhöht. Österreichs Unternehmen schreiben 5,7 Milliarden Euro unbezahlter Rechnungen ab.

Der European Payment Index der in Stockholm börsenotierten Intrum Justitia misst seit 1998 das geschäftliche Risiko in europäischen Ländern anhand einer Umfrage unter Unternehmen. Die nun veröffentlichte Umfrage wurde zwischen Jänner und März 2013 gleichzeitig in 29 Ländern (plus Türkei und Russland) durchgeführt. An der schriftlichen Befragung nahmen knapp 10.000 Unternehmen teil.