Erstellt am 30. Juni 2013, 17:20

Zeit für daily-Rettung "wird extrem knapp". Das Zittern um die Zukunft der Schlecker-Nachfolgegesellschaft dayli geht offenbar weiter.

Eigentümer Rudolf Haberleitner hofft weiterhin auf einen rettenden Investor. Es gebe noch "laufende Gespräche", etwa mit einem polnischen Drogieartikel-Produzenten. "Die Zeit wird aber extrem knapp", sagte Haberleitner im Gespräch.

Wenn kein Investor nächste Woche einsteigt, muss die Drogeriemarktkette laut dem Firmenchef ein Sanierungsverfahren einleiten. Es werde aber "kein Konkurs", weil dayli keine Bankschulden habe und die Lieferantenverbindlichkeiten noch durch Warenbestände gedeckt seien. "Keine österreichische Bank hat uns Kredite gegeben", wiederholte der Firmenchef seine Kritik an den heimischen Geldinstituten.

Die mit Monatsende fälligen Gehälter und das Urlaubsgeld könne das Unternehmen bezahlen, betonte Haberleitner. Derzeit werde geprüft, ob eine Auszahlung wegen der geringen Liquidität rechtlich noch gedeckt sei. Eine Entscheidung darüber soll es morgen geben.

Die Drogeriemarktkette hat nach dem Aus von 103 Filialen in Österreich immer noch 783 Standorte hierzulande und mehr als 400 Filialen in Italien und Polen. Laut Haberleitner beschäftigt die Drogeriemarktkette noch 3.000 Mitarbeiter in Österreich und hat mehr als 1.000 Beschäftigte im Ausland.