Erstellt am 25. Juni 2013, 14:54

Zumtobel-Tochter in Fürstenfeld schließt. Die zur börsenotierten Vorarlberger Zumtobel-Gruppe gehörende Tridonic schließt ihr Werk im oststeirischen Fürstenfeld, damit verlieren rund 100 Beschäftigte ihre Arbeit. Dies teilte das Unternehmen am Dienstagmittag mit. Von der Maßnahme nicht betroffen seien die Werke in Dornbirn, Innsbruck und im nahen Jennersdorf im Burgenland.

Die Werksschließung soll mit Jahresende wirksam werden. Begründet wurde der Schritt mit einem Technologiewandel.

Die in Fürstenfeld hergestellten magnetischen Vorschaltgeräte entsprechen den Konzernangaben zufolge nicht mehr dem Stand der Technik, in der EU würde die Technologie mit 2017 vom Markt verbannt, weil sie "energie-ineffizient" sei. Tridonic beschäftigt sich u.a. mit Beleuchtungselektronik, Lichtsteuerungssystemen und LED-Lichttechnologie.

Die Magnetik-Technologie sei eine veraltete gewesen, betonte man seitens Tridonic gegenüber der APA. Ein Ende der Produktion sei deshalb absehbar gewesen, auch der Beschäftigtenstand im Werk Fürstenfeld sei deshalb ständig geringer geworden. Dies sei über natürliche Abgänge und Personalfluktuation geschehen, hieß es von Unternehmensseite.

Es gebe bereits bestehende Sozialpläne, man werde umgehend mit dem Betriebsrat wegen eines Gesamtsozialplans Gespräche aufnehmen, so eine Unternehmenssprecherin. Man werde sich künftig noch stärker auf LED-Technologie konzentrieren.

Den Ausstieg aus Produktion und Vertrieb mit magnetischen Vorschaltgeräten und Transformatoren hat der Vorstand der Zumtobel AG in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Neben dem Produktionsstandort Fürstenfeld in der Oststeiermark mit 102 Mitarbeitern ist auch die Magnetik-Produktion im australischen Melbourne mit derzeit 49 Mitarbeitern betroffen. Letztere könnte von einem Investor übernommen werden. Die Schließungen müssten noch vom Aufsichtsrat der Zumtobel AG beschlossen werden, dieser tagte am Dienstag noch.