Erstellt am 09. November 2011, 16:30

Zwei Standorte wegen Verlusten unter Druck. Die Casinos Austria haben momentan an mehreren Fronten zu kämpfen. Weltweit gehen die Leute wegen der Schuldenkrise und des riesigen Glücksspielangebots im Internet seltener ins Casino. Zwei Standorte, nämlich Bad Gastein und das Kleinwalsertal, schreiben aber Verluste. Während Stoss am Casinos in Kleinwalsertal festhält, könnte Bad Gastein geschlossen werden.

Im Inland bangt der Konzern zudem um seine Monopolstellung, muss doch nach einem EuGH-Urteil auch Österreich seine Glücksspiellizenzen europaweit ausschreiben. Die Casinos Austria werden sich für alle Spielbankkonzessionen bewerben, sagte deren Generaldirektor Karl Stoss am Mittwoch. Er hofft, dass sich für 2011 trotz des Riesenverlusts der Auslandstochter CAI ein positives Konzernergebnis ausgeht. Die 12 Casinos im Inland werden heuer operativ viel besser abschließen.

Dies heißt aber nicht, dass die Kugel überall im Inland wieder rollt. Das Kleinwalsertal (Riezlern) und Bad Gastein schreiben rote Zahlen, bestätigte Stoss. Das Casino Kleinwalsertal leidet bekanntlich unter dem Wegfall des Zollausschlussgebiets. Dennoch hält er an dem Standort fest. Zumal es in Vorarlberg nicht wirklich einen attraktiveren Standort gäbe; in Bregenz betreiben die Casinos Austria ja schon eine Spielstätte.

Die ebenfalls defizitäre Spielstätte in Bad Gastein hingegen könnte geschlossen werden, sobald die Lizenzen neu vergeben sind. "Wir werden uns ansehen, ob es attraktiv genug ist", sagte Stoss. Der Kur- und Ferienort im Salzburger Pongau hat in den vergangenen deutlich an Attraktivität verloren, im dortigen Casino herrsche zudem nur Saisonbetrieb. Stoss will sich ansehen, ob er im Land Salzburg möglicherweise einen lukrativeren Standort findet. "Auch Tirol werden wir prüfen", sagte der Casinos-Austria-Chef, ohne Details zu nennen.

Die ebenfalls zum Konzern gehörenden Lotterien werden heuer "das beste Betriebsergebnis ihrer Geschichte" ausweisen, so Stoss. Zu verdanken sei dies nicht nur dem Glück, sondern auch internen Umstrukturierungsmaßnahmen und Produktneuerungen.