Erstellt am 12. Oktober 2011, 13:01

100-köpfiges Team sucht nach vermisster 89-Jähriger. Aus einem Pflegekompetenzzentrum in Siegendorf ist seit Dienstagabend eine 89-jährige Bewohnerin abgängig. Die Pensionistin war gegen 16.00 Uhr zuletzt gesehen worden.

Die Suche nach einer am Dienstagnachmittag als abgängig gemeldeten 89-jährigen Bewohnerin eines Pflegekompetenzzentrums in Siegendorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) ist am Mittwoch sukzessive erweitert worden. Um etwa 16 Uhr wurden mehrere Feuerwehren sowie Hundestaffeln nachalarmiert. "Wir werden nun rund 100 Personen im Team haben und weiterhin nach der Vermissten suchen", meinte Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Pflegekompetenzzentrums zur APA.

Die Bewohnerin ist etwa 1,70 Meter groß, körperlich "für ihr Alter gut unterwegs" und soll zuletzt eine dunkle Jacke bzw. Weste getragen haben. "Gegen 16 Uhr ist die Dame am Dienstag zuletzt gesehen worden. Um ca. 17 bzw. 17.30 Uhr wurde bei uns Alarm geschlagen und anschließend mit der Suchaktion mit Unterstützung von Feuerwehr, Polizei sowie Hubschrauber und Hundestaffel begonnen", erklärte Dihanits.

Mittwoch früh wurde die Suche fortgesetzt, "allerdings ohne Hubschrauber". Bis zum Nachmittag waren 18 Hundeführer und mehr als 20 Hunde des Arbeiter-Samariter-Bundes im Einsatz. "Auch die Polizei ist mit drei Hundeführern an der Suche beteiligt. Außerdem wurden alle Bezirksstreifen informiert, drei weitere Polizisten sind hier. Vom Arbeiter-Samariter-Bund sind drei bis fünf Sanitäter im Einsatz", so der Geschäftsführer.

Auch die Verwandten unterstützten die Einsatzkräfte bei ihrer Suche. "Wir stehen vor allem mit der Enkelin im ständigen Kontakt. Sie ist bei der Suche auch mit dabei", erläuterte Dihanits. Von den Gemeinden rund um Siegendorf, nämlich Klingenbach, Wulkaprodersdorf, Trausdorf und St. Margarethen, werde man nun sternförmig in Richtung Siegendorf suchen, meinte der Geschäftsführer.

Hinweise aus der Bevölkerung habe es vorerst noch keine gegeben. Wie lange die Aktion am Mittwoch noch dauern werde, konnte er zunächst nicht sagen. "Wir suchen, bis wir sie gefunden haben", so Dihanits.