Erstellt am 13. März 2012, 07:06

24-Jähriger wegen Wiederbetätigung vor Gericht. Wegen Wiederbetätigung steht heute Mittwoch ein 24-jähriger Mann in Eisenstadt vor Gericht.

Die Anklage wirft dem gebürtigen Steirer mit Wohnsitz im Burgenland vor, Propagandamaterial - Bilder, einschlägige Liedtexte, Gedichte und Schriftstücke aus der NS-Zeit - angesammelt zu haben, um sie zur Schau zu stellen. Im Prozess vor einem Geschworenensenat muss sich der 24-Jährige auch wegen vierfacher Körperverletzung, die er an zwei Ex-Freundinnen verübt haben soll, verantworten.

Der Wiederbetätigungs-Vorwurf bezieht sich auf den Zeitraum von 2007 bis 2011. Der 24-Jährige soll unter anderem während der Fahrt mit dem Auto in der Steiermark für Passanten hörbar Lieder mit rechtsextremem Inhalt abgespielt haben. Außerdem habe er laut Anklage einen goldenen Reichsadler zum Kauf angeboten. Schließlich soll der Mann, als er zu Fuß durch eine Ortschaft unterwegs war, "Heil Hitler" gerufen haben.

Im Fall eines Schuldspruches sieht Paragraf 3g des Verbotsgesetzes einen Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren vor. Der 24-Jährige muss sich auch wegen dreifacher Körperverletzung an einer Ex-Freundin verantworten. Er soll die Frau außerdem genötigt haben, ihrer Mutter nichts von den Misshandlungen zu erzählen. Eine andere ehemalige Freundin soll er mit dem Umbringen bedroht haben, falls sie ihn anzeige.