Erstellt am 17. August 2011, 00:00

60.000 bei der Passion. FINALE / Passionsspielsaison 2011 im Römersteinbruch ist zu Ende. Publikum zeigte sich vom neuen Regiekonzept begeistert.

Schnittig. So mancher Passionsdarsteller trennte sich gleich direkt nach der letzten Vorstellung von dem über Monate gepflegten Bart.  |  NOEN
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ST. MARGARETHEN / Vieles war neu bei den Passionsspielen im Römersteinbruch. Mit Robert Herzl konnte erstmals ein Profi als Regisseur gewonnen werden. Dieser setzte in seiner Inszenierung nicht nur auf ein neues Textbuch und neue Rollen, sondern auch auf eine neue Kulisse: Steinbruch pur, ohne Aufbauten, mit den darstellenden Menschen im Zentrum. Ein Konzept, das aufgegangen ist. „Wie wir an der Resonanz der Zuschauer erkennen konnten, ist das neue Regiekonzept sehr gut angekommen“, zeigt sich Emmerich Waha, Mitorganisator der Passionsspiele, erfreut. Trotz zeitweise ungünstigen Wetters konnten 19 Vorstellungen planmäßig durchgespielt werden. Eine Aufführung musste aufgrund eines Unwetters abgebrochen werden.

Die rund 60.000 Zuschauer kamen überwiegend aus Österreich, aber auch aus Passionsspielorten in Italien, Tschechien, Frankreich, Slowenien und Ungarn, denn St. Margarethen ist Gründungsmitglied der Europassion, einer Vereinigung europäischer Passionsspielorte, der 89 Spielgemeinschaften aus 15 Ländern angehören. Die Einnahmen aus den Passionsspielen werden traditionsgemäß für kirchliche, gemeinnützige und karitative Zwecke verwendet. Aus aktuellem Anlass werden 10.000 Euro als Soforthilfe für die Dürrekatastrophe in Ostafrika sowie weitere 10.000 Euro für den Wiederaufbau eines abgebrannten Waisenhauses in Afrika gespendet.

Bei der letzten Vorstellung am 15. August gab es leider ein anderes Finale als erwartet, denn nach drei Vierteln der Spielzeit musste sie wegen starken Regens abgebrochen werden.