Erstellt am 05. März 2013, 13:21

Absage an den Landesstrom. Die Gemeinde Großhöflein steigt aus dem Vertrag mit Energie Burgenland (vormals Bewag) aus und suchte sich billigeren Anbieter.

Wechsel. In Zukunft wird die Gemeinde Großhöflein und ihr Bürgermeister Wolfgang Rauter die Energie nicht mehr von »Energie Burgenland« beziehen, sondern von »MyEnergy«.  |  NOEN, Foto: Hafner
Von Doris Fischer und Bettina Eder

Die Finanzen der Gemeinde sehen nicht gerade rosig aus, lässt Bürgermeister Wolfgang Rauter wissen. So setzt der Bürgermeister, wo immer es geht, den Sparstift an. So auch bei der Energieversorgung. So wechselt die Gemeinde Großhöflein den Energieanbieter.

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„Strom und Gas beziehen wir in Zukunft von ‚MyEnergy‘ und nicht mehr von Burgenland Energie. Insgesamt ersparen wir uns somit pro Jahr 6.000 Euro“, rechnet Rauter vor. Bevor die Gemeinde den Anbieter-Wechsel vollzog, führte der Ortschef Gespräche mit Energie Burgenland und wollte Nachbesserungen zum Vertrag. „Aber man ist uns nicht entgegen gekommen. Energie Burgenland entgegnete, dass sie Vereinen Vergünstigungen anbietet“, so der Bürgermeister. Seinen Nachforschungen zufolge handelt es sich dabei um „läppische“ 100 Euro pro Jahr.

Gemeinden haben ja Vorbildcharakter

Neben Großhöflein hat nun auch Oberschützen den Anbieter gewechselt. Dass das Modell im Burgenland Schule macht, glaubt man bei Energie Burgenland dennoch nicht: „Man muss auch auf die Herkunft des Stromes schauen, nicht alle haben Ökostrom. Zudem sind wir in den Gemeinden präsent und können mehr leisten als nur Strom liefern.“ Dennoch sei die Energie Burgenland „traurig, da die Gemeinden ja Vorbildcharakter haben.“