Erstellt am 19. November 2014, 07:02

von Bettina Eder

Garnisonsball fällt Sparstift zum Opfer. Sparpläne des Ministeriums beenden Ballsaison in der Martinkaserne. Organisator Jaidl: „Haben nicht die Kapazitäten“.

Damals. Organisator Martin Jaidl (r.) - auf einer Aufnahme am Garnisonsball 2011 - mit Brigadier August Reiter und Andrea Hodiner. Foto: BVZ Archiv  |  NOEN, BVZ Archiv

Er war immer einer der Fixpunkte im Ballgeschehen der Region: Der Garnisonsball lockte jährlich tausende – vor allem junge – Tanzwütige nach Eisenstadt. Nun dürfte der Ball in der Martinkaserne - sowie jener in der Benedekkaserne am Truppenübungsplatz Bruckneudorf –  allerdings Geschichte sein.

„Es wird nächstes Jahr nur den Ball in der Kaserne Güssing geben“, bestätigt die Pressestelle des Militärkommandos auf Anfrage der BVZ.

Bereits heuer wurde der Ball abgesagt

Schon der Ball 2014 fand nicht statt, damals wollte man nur eine Pause machen. Als einen von mehreren Gründen nannte Jaidl damals die Umstrukturierung beim Grundwehrdienst.

Jetzt steht allerdings das Weiterleben des Balls generell in den Sternen. Ob es jemals wieder einen geben werde, das könne man derzeit nicht sagen. Im Militärkommando bittet man um Verständnis für die Maßnahme. Nun läge das ungeplante Aus der Veranstaltung an den Sparplänen des Ministeriums.

Personalstand soll reduziert werden

Im von Verteidigungsminister Gerald Klug präsentierten „Bundesheer 2018“ des Generalstabes (

) sind zahlreiche Maßnahmen, die den Personalstand beeinflussen könnten, wie zum Beispiel die Streichung der Militärmusik Burgenland.

„Wir haben momentan einfach eingeschränkte Kapazitäten und es wäre unverantwortlich gewesen, in so einer Situation vertragliche Verpflichtungen einzugehen“, so Martin Jaidl, Obmann des Vereins „Freunde der Martinkaserne“, der gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer den Garnisonsball in der Eisenstädter Martinkaserne organisiert.

Es gibt nun strengere Bestimmungen, was den Einsatz von Rekruten betrifft. Für einen Ball dürften diese nur mehr unter ganz bestimmten Voraussetzungen herangezogen werden.