Erstellt am 18. Januar 2015, 13:01

AK trauert um Mario De Martin. Der ehemalige Arbeiterkammerdirektor Mario De Martin ist heute im 65.Lebensjahr nach Krebsleiden verstorben

Mario De Martin  |  NOEN, Arbeiterkammer
„Mit tiefer Betroffenheit und Bestürzung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser früherer AK-Direktor, Mag. Mario De Martin, heute Früh seinem Krebsleiden erlegen ist“, erklärt Arbeiterkammerpräsident Alfred Schreiner in einem Nachruf.

Mag. Mario De Martin – ein Experte in Wirtschafts- und Steuerfragen – war seit den 1970er Jahren MItarbeiter der Arbeiterkammer Burgenland. Von 1997 bis zu seiner Pensionierung im Oktober 2012 übte er die Funktion des AK-Direktors aus.  

AK-Präsident Schreiner würdigt den Einsatz des Verstorbenen, die Arbeiterkammer zu einer modernen Serviceorganisation auszubauen: „Direktor De Martin hat die AK-Burgenland organisatorisch und baulich kräftig umgestaltet. Sein effizienter Umgang mit den vorhandenen finanziellen Mitteln hat es uns auch als kleiner Kammer ermöglicht, unseren Mitgliedern im Rechtsschutz und in der Beratung bestes Service zu bieten. Seine Loyalität und Zuverlässigkeit werden uns immer in Erinnerung bleiben. Und wir sind in Gedanken auch bei seiner Familie, die ihm immer besonders wichtig war, und der wir unser Aufrichtiges Beileid aussprechen!“

Die AK modernisiert uns ausgebaut

Direktor De Martin stand auch für den Ausbau der Arbeiterkammer in den Bezirken. So fallen in seine Amtszeit die Errichtung einer eigenen Bezirksstelle in Jennersdorf, der Zubau zur AK-Zentrale in Eisenstadt sowie die Modernisierung der Bezirksstellen Neusiedl, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing. Unter seiner Leitung wurden Rechtsberatung und Serviceleistungen für die Mitglieder stetig ausgebaut. Er leitete auch einen österreichweiten Arbeitskreis zur Verbesserung des Konsumentenschutzes und zum Aufbau der AK-Konsumentenberatung.

Kommunalpolitiker und BEWAG-Aufsichtsrat

Mag. De Martin war gebürtiger Neufelder und von 1987 bis zum Jahr 2000 auch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, die in dieser Zeit zur Marktgemeinde und 1997 zur Stadt erhoben wurde. Neben der Kommunalpolitik war er auch zwei Jahrzehnte lang Mitglied des Aufsichtsrats der BEWAG.

Seinen Familiennamen, der vollständig De Martin de Gobbo lautete, verdankte er seinen aus Venetien stammenden Vorfahren, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Österreich kamen, um beim Bau der Bahnstrecke über den Semmering als Steinmaurer ihren Unterhalt zu verdienen. Der Verstorbene war verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Söhnen und begeisterter Großvater.