Erstellt am 09. Januar 2014, 23:59

von Bettina Eder

Anrainer gegen Müllentsorger Gegenwind für Hackl. Ausbau / Müllentsorger Hackl will rund um die Uhr arbeiten lassen, Anrainer sind besorgt, dass die Lebensqualität sinkt.

Von Bettina Eder

WULKAPRODERSDORF /  „Im Sommer gibt’s eine Ratten- und Fliegenplage. Von dem Gestank gar nicht zur reden“, erzählt Ingrid Carich, Anrainerin des Hackl Container Betriebes. Dieser will jetzt seine Betriebszeiten erweitern und den Jahresdurchsatz von 30.000 auf 45.000 Tonnen erhöhen. Carich initiierte ein Treffen der Anrainer – etwa 25 davon kamen und äußerten ihre Bedenken.

Lebensqualität würde weiter sinken

„Wir wollen einfach, dass die Lebensqualität nicht noch weiter sinkt“, so Carich, die sich mit den gesammelten Bedenken nun, unterstützt von der Politik, an die Behörden wenden will. „Wir wollen statt in zwei in drei Schichten arbeiten. Derzeit steht alles still, aber im Sommer könnten wir rund um die Uhr fahren, so viel Arbeit gibt es“, erklärt Inhaber Oswald Hackl jun.

Dass es zu Beeinträchtigungen kommen könnte, glaubt Hackl nicht: „Wir hätten auch Lärmschutzmaßnahmen getroffen, aber unser Gutachten bescheinigt, dass das nicht notwendig ist. Es wird keine Verschlechterung für die Bevölkerung geben“, versichert der Unternehmer.


ZITATE

„Die Arbeit ist in der Branche saisonal. Jetzt steht alles still und im Sommer komme ich mit zwei Schichten nicht nach“, Oswald Hackl, Inhaber von Hackl Container.

„Wir wollen beim Genehmigungsverfahren Parteienstellung haben. Normale Bürger haben von solchen Verfahren keine Ahnung, deswegen haben wir uns an die UDW gewandt“, erklärt Ingrid Carich.

„Je größer er wird, desto ärger wird das. Irgendwann muss einmal Schluss sein. Das ist zu nahe an der Bevölkerung und unzumutbar“, diesselbe.