Erstellt am 19. August 2015, 06:47

von Bettina Eder und Nina Sorger

Asyl: 20 Plätze in der Stadt. Pädak-Alt als Heim für Asylwerber aus dem Rennen. Lediglich ein Gebäude steht in Eisenstadt als Quartier zur Diskussion.

 |  NOEN, Wolfgang Millendorfer

Bis zu 400 Plätze für Flüchtlinge in unterschiedlichen Gebäuden werden derzeit auf ihre Tauglichkeit geprüft – 20 davon stünden laut Wolfgang Hauptmann, dem interimistischen Leiter des Referates für Grundversorgung für Fremde in der Burgenländischen Landesregierung, in Eisenstadt zur Verfügung (

).

Hauptmann erläutert: „Derzeit wird in der Stadt Eisenstadt nur ein Quartier geprüft und ein weiteres im Bezirk Eisenstadt, ebenfalls mit 20 Plätzen.“

„Es ist nicht die primäre Aufgabe der Gemeinde, Quartiere zu suchen. Wir selbst können auch nichts zur Verfügung stellen, aber wir sehen uns als Vermittler“, heißt es dazu aus dem Magistrat.

Diözese: „Setzen eher auf kleine Einheiten“

Um welches Gebäude es sich handelt, darüber wird geschwiegen. Aus dem Rennen dürfte jedoch das alte Pädak-Gebäude sein, das schon von den Behörden besichtigt worden ist und weit mehr als 20 Plätze hätte.

„Die alte Pädak ist seit sieben Jahren ungenutzt. Da drinnen ist nichts, und man müsste das Gebäude erst einmal herrichten, bevor da irgendjemand untergebracht werden könnte. Das würde Zeit und Geld kosten“, heißt es aus dem Bauamt der Diözese Eisenstadt, der das Gebäude gehört.

Pressesprecher Dominik Orieschnig bestätigt indes: „Wir sind mit Pfarren im Gespräch und setzen eher auf kleine Einheiten. Bis Ende des Jahres sollen diözesanweit 200 Flüchtlinge untergebracht sein.“ Wie viele davon in kirchlichen Einrichtungen des Bezirks untergebracht werden könnten, wollte Orieschnig nicht sagen.