Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Aus für Schweinestall. ETAPPENSIEG / Die Gegner des Mega-Schweineprojektes können jetzt aufatmen. Der Betreiber schmeißt nun das Handtuch.

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VON JOSEF KLEINRATH

LICHTENWÖRTH/NEUFELD /  „Ein weiterer Etappensieg“, freut sich Neufelds Bürgermeister Michael Lampel (SPÖ) über den Rückzieher des Projektbetreibers einer Anlage zur industriellen Schweinezucht in Lichtenwörth (Niederösterreich). Der gemeinsame Schutz des Trinkwassers habe Wirkung gezeigt. „Nun muss durch eine Ausweitung des bestehenden Schongebietes jeder neue Projektanlauf unterbunden werden“, fordern Lampel und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits unisono.

Nach drei Jahren  Projekt abgeblasen

 

Offenbar habe man erkannt, so Lampel, dass man trotz aller juristischer Tricksereien am kürzeren Ast sitzt. „Das bringt nichts, das lange juristische Hin und Her, es kommt nie zu einer Entscheidung.“ So begründet der Lichtenwörther Landwirt Karl Tösch, er ist auch ÖVP-Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde, das endgültige Aus für das umstrittene Schweinestallprojekt am Ortsrand. Tösch hatte geplant, seine Ferkelproduktion auszubauen und mit seinem Betrieb aus der Ortschaft wegzugehen. Massive Proteste aus dem Ort selbst sowie aus den umliegenden Gemeinden sowie aus dem Wasserleitungsverband nördliches Burgenland, in dessen Trinkwassereinzugsbereich der Schweinestall angesiedelt worden wäre, haben ihn nach knapp drei Jahren dazu bewogen, das Projekt endgültig zu den Akten zu legen. Ganz versteht Tösch seine Gegner bis heute nicht: „Ich hätte ja alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten.“ Er hat viel Geld in das Projekt gesteckt, muss sich jetzt auf seinen Betrieb im Ort und die dort zur Verfügung stehenden Möglichkeiten konzentrieren.