Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Ausbau beschlossen!. Oktober-Wahl: Ausgaben von 6,3 Millionen Euro beschlossen.

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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Gut Ding braucht Weile – wenn dieses Sprichwort stimmt, dann muss der neue UFC Sportplatz etwas ganz besonders gutes werden… Am vergangenen Dienstag war es so weit: Der Eisenstädter Gemeinderat beschloss eine Grundsatzerklärung, dass der UFC St. Georgen beim Aus- und Umbau vonseiten der Gemeinde unterstützt wird. Die Kicker dürfen mit rund einer halben Million Euro Förderung der Stadt rechnen. Dem allen vorausgegangen war ein monatelanger Streit und Hickhack für eine zuerst geplante komplett neue Sportanlage für Fußballer und Leichtathleten.

Der teilweise sehr heftigen und emotionalen Diskussion im Gemeinderat ging eine Entscheidung des Stadtsenates voraus, in der beschlossen wurde ein Grundstück neben der bestehenden UFC-Anlage anzukaufen – 12 Euro pro Quadratmeter – und dem UFC zu verpachten. Auf diesem und einem weiteren Grundstück werden die Trainingsplätze errichtet.

„Die SPÖ hat verhindert, dass es das Sport- und Laufzentrum in dieser Form nicht geben wird und so frage ich Vizebürgermeister Kovacs, was er, im Interesse Eisenstadts getan hat, dass dieses Sportzentrum zustande kommt“, wetterte Vizebürgermeister Sepp Mayer von der SPÖ in Richtung seines Kollegen von der SPÖ und zeigte dabei auch ein Bild in die Runde, das die Zufahrt zur Sportanlage zeigte, bei der es seiner Meinung nach, gemäß den Kriterien, die in Eisenstadt angewendet wurden, auch keine Genehmigung hätte geben dürfen.

Wahlkampf-Show  im Gemeinderat

 

Vizebürgermeister Günter Kovacs (SPÖ) wehrte sich natürlich gegen die Vorwürfe: „Ich hab schon vor eineinhalb, zwei Jahren gesagt, dass wir beim Schulzentrum eine Leichtathletikanlage brauchen. Es wurde erwähnt, dass ich nichts für die Jugend tue. Vorige Woche wurde das Projekt E-Cube gestartet, für den habe ich über die zuständige Landesrätin für unsere Stadt 141.000 Euro organisiert. Außerdem hab ich mich im Mai starkgemacht, dass der UFC St. Georgen einen Monat beim burgenländischen Fußballverband gratis trainieren durfte.“ Nach Änderungsanträgen durch die SPÖ und ÖVP wurde schlussendlich dem Grundsatzantrag zugestimmt, dem UFC St. Georgen beim Ausbau zu helfen.

Lediglich die FPÖ stimmte dagegen, Obmann Géza Molnár dazu: „Grundsätzlich sind sich alle einig, der UFC soll weitere Trainingsflächen bekommen. Aber heute Abend hat die ÖVP endgültig bewiesen, dass es ihr längst nicht mehr um die Sache geht. Ich kann keinem Antrag zustimmen, der keine Auskunft über entscheidende Details gibt“.

Was noch alles im Eisenstädter Gemeinderat beschlossen wurde, lesen Sie in der Print-Ausgabe der BVZ Eisenstadt.