Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

Aus für die Playboys. BALLSAISON / Die Auftritte der legendären Band wurden gecancelt. Zwei Bälle wandern wegen KUZ-Umbau aus der Stadt aus.

Ausgespielt. Die Playboys gehen ab sofort getrennte Wege. Freismuth: „Es ist schade, aber es ging nicht mehr.“ ZVG/PLAYBOYS  |  NOEN
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VON BETTINA EDER

EISENSTADT /  Gleich vorweg: Getanzt werden kann bei den Bällen der ÖVP und der Stadtfeuerwehr jedenfalls – nur nicht zur Musik der Playboys. Kurz vor der Ballsaison hat sich die Band aufgelöst, wie Manager Michael Freismuth auf Anfrage der BVZ bestätigte: „Es ist schade, aber es geht nicht mehr. Die Sängerin ist weggezogen und ein Bandmitglied hat gesundheitliche Probleme.“ Freismuth selbst hat für die zwei in Eisenstadt betroffenen Bälle und alle bereits zugesagten Auftritte Ersatzgruppen gefunden.

Sechs Bälle müssen in der  Saison 2012 „umziehen“

Damit ist unter anderem Reinhold Hübner, Eisenstädter Feuerwehr, nach einer Schrecksekunde der Absage eine Sorge los: „Das stand im Vertrag drinnen und wurde auch prompt organisiert. Gelegenheit, die Gruppe zu hören, hatten wir aber nicht. Wir müssen da ins kalte Wasser springen.“ Eine weitere Herausforderung ist für Hübner und seine Kollegen der Ort ihres Balles, denn dass beim Eisenstädter Kulturzentrum nahezu kein Stein auf dem anderen blieb, verursacht zusätzlichen Aufwand: Der Ball der Stadtfeuerwehr und insgesamt fünf weitere Bälle müssen wegen des Umbaus auswandern. Manche Ballorganisatoren zog es aus der Stadt und sogar aus dem Land hinaus.

Das Theresianum tanzt etwa im Kulturzentrum Mattersburg, wie Direktorin Schwester Johanna Vogl erklärt: „Die Orangerie ist zu dem Zeitpunkt geschlossen und wir wollten im Burgenland bleiben.“ Nach Mattersburg werden auch Shuttlebusse eingerichtet.

Der HTL-Ball geht  nach Reisenberg (NÖ)

Die HTL zieht es überhaupt aufgrund der „besseren Gegebenheiten“ ins 30 Kilometer entfernte Reisenberg (NÖ), wie der Obmann des „Überflieger“-Vereins der HTL-Eisenstadt, Patrick Graupp, erklärt. Die Florianis feiern dagegen, genauso wie die Studentenverbindung der Austria Peisonia (siehe Infobox), ersatzweise in der Wirtschaftskammer – allerdings, so Hübner: „Wir sind selbst nur Gäste. Gastronomie und Bar gehören dem Restaurant.“ In der Ballsaison 2013 dürfte – laut den Kulturzentrums-Bauherren – alles wieder beim Alten sein, ebenso unter Umständen auch die Auftritte der Playboys. Denn das Ende der Band könnte auch kein endgültiges, sondern eine „längere Pause“ sein: „In einiger Zeit werden wir sehen“, so Freismuth.