Erstellt am 21. Mai 2014, 08:20

von Werner Müllner

„Bahnschleife kommt“. Region | Geht’s nach der SPÖ, dann wird heuer mit dem Bau der Bahnschleife begonnen. Noch legt sich Wulkaprodersdorf quer.

Verkehr. Robert Hergovich, Gerald Gebhardt und Günter Kovacs, alle von der SPÖ, sind der Überzeugung, dass in Eisenstadt zu wenig für die Pendler getan wird. Foto: Müllner  |  NOEN, MUELLNER Werner
In 40 Minuten mit dem Zug von Eisenstadt nach Wien fahren – davon träumen die Pendler seit Jahren. Vonseiten der SPÖ wird nun erklärt: „Voraussichtlich gibt es im Sommer seitens des Ministeriums die rechtlichen Voraussetzungen für das Projekt. Somit wäre eine Fertigstellung Ende 2016 realistisch.“

„An unserer Haltung hat sich nichts geändert“

Danach muss noch die Schleife Ebenfurth errichtet und die Pottendorfer Linie ausgebaut werden. 2023 sollte somit das 700 Millionen Euro-Projekt fertig sein. Doch von Wulkaprodersdorf heißt es dazu nach wie vor: Nein.

Bürgermeister Fritz Zarits (ÖVP): „An unserer Haltung hat sich nichts geändert (Anm.: die BVZ berichtete bereits früher, siehe Faksimile unten). Alle, auch das Land, müssen an den Verhandlungstisch, um nicht nur über die Bahn, sondern auch die begleitenden Maßnahmen zu reden.“ Und meint abschließend: „Uns baut man den Klotz hin und in Eisenstadt will man sich damit rühmen.“

x  |  NOEN, BVZ
 
Gerald Gebhardt von der SPÖ: „Die Stadt ist auf ein solches Projekt nicht vorbereitet. So fehlt zum Beispiel die Anbindung des Bahnhofs an ein bedarfgerechtes innerstädtisches, öffentliches Verkehrsnetz.“

Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) dazu: „Erstens gibt es ein geltendes und beschlossenes Verkehrskonzept. Zweitens ist gerade die Frage des Verkehrs zentraler Bestandteil des Stadtentwicklungsplanes. Aufbauend auf den STEP, der heuer beschlossen wird, wird auch das Verkehrskonzept überarbeitet.“

Steiner: VOR-Aufgabe eher als Fahrplangestalter

Vonseiten der SPÖ heißt es auch, dass der VOR bereit wäre, die innerstädtische Verkehrsplanung in ein Konzept einzubinden und so 100.000 Euro zu sparen.

Das stimme nicht, meint Steiner: „Es ist nicht Aufgabe des VOR, ein Verkehrskonzept für Eisenstadt zu erstellen. Aufgabe des VOR wird es sein, als Fahrplangestalter die Linienführungen an das Verkehrskonzept der Stadt und vor allem an den integralen Taktfahrplan der ÖBB anzupassen.“ Von den ÖBB war trotz mehrfacher Urgenzen niemand für ein Statement zuständig.