Erstellt am 20. August 2014, 09:18

von Werner Müllner

Stolpersteine suchen. Behinderte, alte Menschen und Eltern mit Kleinkindern – für alle gibt es in der Stadt Barrieren, die nun entfernt werden.

Hindernisse . Reinhard Rodlauer hat schon Projekte für die ÖBB, die Wiener Wirtschaftskammer, das Verkehrsministerium oder die Europäische Kommission umgesetzt.  |  NOEN, zVg

Im Rahmen des Stadtentwicklungsplans „Eisenstadt 2030“ startet eine neue Initiative für mehr Barrierefreiheit. Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) setzt eine Arbeitsgruppe von Menschen mit Behinderung unter der Koordination von Reinhard Rodlauer ein.

„Thema Barrierefreiheit ist ein wichtiges Anliegen"

Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP): „Das Zusammenleben in Eisenstadt und die gleichberechtigte Teilhabe von allen Menschen werden nun noch genauer unter die Lupe genommen, speziell das Thema Barrierefreiheit ist ein wichtiges Anliegen. Jetzt wird es gemeinsam mit beauftragten Spezialisten von Rodlauer Consulting für den Stadtentwicklungsplan 2030 aufbereitet.“

Reinhard Rodlauer, Geschäftsführer der Rodlauer Consulting GmbH., die das Projekt umsetzen wird, erklärt: „Es geht nicht nur um körperlich Behinderte, sondern auch um alte Menschen mit körperlichen Gebrechen, oder auch um Eltern mit Kleinkindern.“ Rodlauer weiter: „Wir werden bei dem Projekt nicht zurückblicken, wer was verbockt hat, sondern wir schauen nur in die Zukunft.“ Er erklärt: „Kleine Dinge werden wir sehr rasch umsetzen, zum Beispiel eine Rampe hinlegen. Große Dinge werden auch hier Zeit und Geld brauchen.“

„Wollen Menschen mit Behinderungen auf breiter Basis einbinden"

Steiner versichert: „Wir nehmen das Thema Barrierefreiheit sehr ernst, deshalb ist es wichtig, dass es in den Stadtentwicklungsplan aufgenommen wird. Für die Ausarbeitung der wichtigsten Themen wollen wir Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen aller Art auf breiter Basis einbinden. Dieser Ansatz wird es uns ermöglichen, das Thema zukunftsorientiert, nah an den Bedürfnissen der Bürger anzugehen.“

Auf die Frage, warum man mit dem Projekt nicht den ÖZIV unter Präsident Hans-Jürgen Groß beauftragt hat, erklärt Steiner: „Mit Rodlauer Consulting haben wir ein Unternehmen beauftragt, das seit Jahren national und international Erfahrung in diesem Bereich hat. Außerdem ist Rodlauer Consulting hier in Form einer Unternehmensberatung tätig, wofür auch die gewerberechtlichen Vorsetzungen vorliegen.“ Der erste „Workshop“ findet am 10. September 2014 im Rathaus statt.