Erstellt am 03. August 2011, 00:00

BELIG: Schaut wild aus, aber rechnet sich. KULTURZENTRUM / Vom alten Kulturzentrum steht kaum noch etwas und so mancher fragt sich, ob sich die Erhaltung rechnet.

Ruine. Das Kulturzentrum wurde entkernt und viele Teile abgerissen. Für den Bauherrn rechnet sich die mühevolle Arbeit.MÜLLNER  |  NOEN
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VON BETTINA EDER

EISENSTADT / Viel steht nicht mehr vom alten Kulturzentrum Eisenstadt. Die Sanierung mit dem Zubau sei dennoch wesentlich besser als ein Neubau, wird jedenfalls in der BELIG, dem Eigentümervertreter, betont. Ich weiß, es schaut wild aus vor allem, wenn man vom Schubertplatz kommt, aber eine Sanierung rechnet sich schon. Es ist mit einem Neubau nicht gleich- zusetzen, denn insgesamt bleibt schon mehr Bausubstanz erhalten als weggebrochen wird, erklärt Prokurist Anton Grosiner. Seit Wochen arbeiten täglich etwa 50 bis 70 Mitarbeiter auf der Großbaustelle in der Ausbauphase werden es sogar bis zu 100 sein.

Prokurist: Sind voll im  Zeit- und Finanzplan

Die Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer habe sich gerade auch deshalb bewährt: Über 30 Firmen sind zu beauftragen, das ist mit einer einzigen Schnittstelle wesentlich einfacher zu bewerkstelligen, erklärt Grosiner. Insgesamt sei man mit den Fortschritten ebenfalls sehr zufrieden. Wir sind sowohl in zeitlicher als auch in finanzieller Hinsicht voll im Plansoll, so Grosiner. Geplant sei die Fertigstellung des Gebäudes für Herbst 2012: Bis zum Jahreswechsel wird die Dachgleiche erreicht sein. Mit September geht sich wie geplant die Übergabe an den Nutzer aus.

9400 Quadratmeter werden  saniert oder neu gebaut

Derzeit wird das Gebäude mit seinen rund 4000 Quadratmetern Fläche entkernt und generalsaniert. Parallel dazu entsteht am ehemaligen Grund des Dompfarrzentrums, direkt angrenzend und verbunden mit dem Altbau der Neubauteil im Ausmaß von zirka 5400 Quadratmetern Nutzfläche. Dieser Teil ist auch das Gros der Kosten. Insgesamt wird das Gebäude rund 17,7 Millionen Euro kosten.

Julius Raab Straße für  Durchzugsverkehr gesperrt

Ab kommender Woche kommt noch eine zweite Großbaustelle in der Ing. Julius Raab Straße dazu: Das ehemalige Kino und ÖVP-Zentrale wird abgerissen. Rathaussprecher Max Schulyok dazu: Die Straße wird zwischendurch immer wieder für den Durchzugsverkehr gesperrt, wobei man zur Tiefgarage zufahren kann. Rechtzeitig zu Schulbeginn sollte aber alles wieder frei sein.