Erstellt am 29. Mai 2014, 09:06

von APA/Red

Beste Jungforscher des Jahres gekürt. Beim größten heimischen Schulwettbewerb "Jugend Innovativ" wurden Mittwochnachmittag acht Teams aus Wien, Burgenland, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg ausgezeichnet.

Die SiegerInnen des Bosch Technik furs Leben-Preis 2014 mit Dipl.oec. Klaus Huttelmaier.  |  NOEN, Bosch/APA/Rastegar

Sie setzten sich im Finale unter 39 Teams durch. Dafür gab es Geldpreise in Höhe von über 40.000 Euro und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Diese Woche wurden auch die Sieger beim "Bosch Technik fürs Leben-Preis" gekürt.

An dem von Wissenschafts- und Unterrichtsministerium finanzierten und der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) organisierten Wettbewerb "Jugend Innovativ" nahmen mehr als 2.100 Schüler mit 595 Projekten teil. Auszeichnungen wurden in fünf Kategorien vergeben, zudem gab es drei Sonderpreise.

Erster Platz für HTL Eisenstadt

Der erste Platz in der Engineering-Kategorie "Elektrotechnik-Elektronik" ging an Günther Cwioro und Peter Kohout von der HTL Villach (Kärnten) für ihr Projekt "Mulit Robotic Indoor System", in dem sie Roboter entwickelten, die mit Kameras ausgestattet unbekannte Innenräume kartografieren können. In der Engineering-Kategorie "Maschinenbau-Mechatronik" setzten sich Julian Prikril und Mario Steiner von der HTL Eisenstadt (Burgenland) mit dem Powermanagementsystem "Power4Glider" durch, das den Stromverbrauch von Flugzeugen überwacht und die vorhandene Energiekapazität dem Piloten mitteilt. Bei Bedarf liefert ihr System auch Notstrom von einer Windturbine.

In der Kategorie "Science" konnten Dominik Dörler, Simon Moll und Hanna Weiss von der HTL Dornbirn (Vorarlberg) mit dem Projekt "Phosphor-Cycle"überzeugen. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor aus Abfällen wie Klärschlamm und Tierknochenmehl.

Mit dem Hauptpreis in der Kategorie "Young Entrepreneurs" wurden Fabio Eppensteiner, Alexander Hackel und Philipp Weingartner von der Höheren Graphischen Lehranstalt in Wien ausgezeichnet, die in ihrem Projekt "Craft 2.0" Handwerks- und Gewerbebetriebe bei der Entwicklung eines Corporate Design unterstützen. Mit der Gründung einer losen Vereinigung künstlerisch tätiger Menschen unter dem Titel "The Yessir Collective" setzten sich Mira Marlen Ruhmannseder, Hannah Shong und Manuel Tozzi von der HTL Salzburg in der Kategorie "Design" durch.

Sonderpreise an drei Jungforscherteams

Bei den Sonderpreisen ging der "idea.goes.app Award" von T-Systems Austria an Stefan Salcher, David Buchwinkler, Adrian Jandl und Lukas Leitinger von der HTL Salzburg für ihre App "phono", mit der man Musik von verschiedenen Smartphones über WLAN zu einer Playlist kombinieren kann. Für die Entwicklung einer "Ölfilter-Recycling-Anlage" erhielten Alexander Nowak, Peter Pichler und Alan Schwarz von der HTL 1 Lastenstraße in Klagenfurt den "Sustainability Award" der Raiffeisen Klimaschutz Initiative. Ein "Crowdspeicher", der Daten verschlüsselt und in Stücke zerteilt auf verschiedene Nutzer aufteilt und damit absolut sicher speichern soll, brachte Paul Pröll und Benjamin Soura von der HTL Ottakring in Wien den "tech&society"-Sonderpreis von der Elektronikhandelskette Saturn.

Für Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist der Wettbewerb laut Aussendung "ein ideales Sprungbrett für Nachwuchsforscher, die ihre Ideen in neue Produkte und Verfahren umsetzen". Alle Teilnehmer würden Schlüsselqualifikationen für ihre spätere Berufskarriere erwerben und erste Kontakte zur Wirtschaft knüpfen. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) zeigte sich von der "Kreativität und hohen Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckt". Sie hätten nicht nur bewiesen, dass sie innovative und zukunftsträchtige Projektideen haben, sondern auch, dass sie diese umsetzen und verwerten können.

HTL Hollabrunn gewinnt in ihrer Kategorie

Diese Woche wurden noch bei einem weiteren Schüler-Wettbewerb Auszeichnungen vergeben: Beim "Bosch Technik fürs Leben-Preis" landeten in der Kategorie "Mobilitätstechnik" zwei Teams ex aequo auf dem ersten Platz: Simon Schedl, Manuel Streith, Simon Friesacher und Christoph Sieber von der HTL Rennweg in Wien entwickelten mit "AirQuad" ein durch komprimierte Luft angetriebenes Fahrzeug; Rebekka Leisinger, Adrian Perner, Marcel Lauchart und Gerald Mösenlechner von der HTL Salzburg statteten ein historisches Motorrad mit Elektroantrieb und Range Extender aus.

Für die Entwicklung einer "Marillenkernknackmaschine" trugen Dominik Guggenbichler und Daniel Jeitler von der HTL Weiz (Steiermark) in der Kategorie Industrietechnik den Sieg davon. Das Bienenschwarm-Frühwarnsystem "BeeWatch" brachte David Fichtinger, Thomas Weis, Andreas Riedinger und Oliver Rieder von der HTL Hollabrunn (NÖ) den ersten Platz in der Kategorie Energie- und Gebäudetechnik sowie Gebrauchsgüter. Bei dem Wettbewerb wurden insgesamt 54 Projekte eingereicht.