Erstellt am 03. Februar 2014, 10:49

Betrugsversuch durch Phishing-Mails. Ein 50-jähriger Mann aus dem Bezirk Eisenstadt wäre am vergangenen Freitag beinahe einem rücksichtlosen Betrüger durch die Versendung eines Phishing-Mails aufgesessen.

Wenn es um Betrug mit Phishing-Mails geht, kennt die Phantasie der Täter keine Grenzen. Bereits am 19. Jänner 2014 fand das Opfer im Posteingang seines Computers ein scheinbar von einer Bank verschicktes Mail, wobei es die Anweisung erhielt, aufgrund einer mit 1. Feber 2014 in Kraft tretenden Umstellung des SPA-Zahlungssystems so schnell wie möglich ein Update durchzuführen.

Die Gattin des Empfängers folgte dem im Mail implementierten Link und kam auf eine ihrer Bank täuschend ähnlich sehenden Homepage. Dort wurde der Mann aufgefordert, einige persönliche Daten einzutragen (Name, Geburtsdatum, Telefonnummer etc.), was sie auch tat.
Nach einigen Tagen wurde das Opfer telefonisch kontaktiert, wobei ihm mitgeteilt wurde, dass auf das Mobiltelefon seiner Gattin ein TAN zur Umstellung des eBanking´s versandt wird. Diesen TAN möge der Mann dann bekanntgeben – auch dieser Aufforderung wurde Folge geleistet.

Bank konnte Betrug verhindern

Doch die „Ernüchterung“ folgte auf dem Fuß. Unmittelbar nachdem diese Daten bekanntgegeben wurden, bekam das Opfer neuerlich einen Anruf. Diesmal aber von seiner Bank, die ihm mitteilte, dass soeben ein hoher Bargeldbetrag auf ein Konto in Wien überwiesen wurde. Durch das umsichtige und professionelle Handeln der Bankangestellten konnte die Transaktion noch im letzten Augenblick rückgängig gemacht werden.
 
Es wird ersucht, die Bürger dahingehend zu sensibilisieren, solche Mails nicht zu öffnen bzw. sofort zu löschen. Ein seriöses Geldinstitut holt niemals persönliche Daten per E-Mail oder Telefon ein. Im Zweifelsfalle noch vor Öffnen des E-Mails Rücksprache mit der Bank halten bei der nächsten Polizeiinspektion Erkundigungen einholen.