Erstellt am 17. Juni 2015, 05:56

Der Bezirk wächst: 2.911 neue Bürger. Seit 2002 hat Steinbrunn ein Viertel mehr Einwohner. St. Margarethen schrumpfte.

Anziehungspunkt. Der Steinbrunner See ist bei vielen Wienern sehr beliebt. Viele von ihnen haben deshalb ihren Hauptwohnsitz hier her verlegt.  |  NOEN, BVZ
Die Bevölkerung des Bezirks und der Landeshauptstadt sind seit 2002 erheblich gewachsen, wie eine Studie der Statistik Austria nun zeigt. Demnach hat Eisenstadt satte 2.020 Einwohner mehr als vor 13 Jahren.

Bürgermeister Thomas Steiner: „Der hohe Zuzug liegt an der Attraktivität der Stadt. Natürlich ist der Zuzug gleichermaßen erfreulich wie herausfordernd. Die Stadt strebt eine Entwicklung an, in der das derzeitige Wachstum der Stadtbevölkerung stabilisiert wird, das entspricht einer Bevölkerungssteigerung von heute ca. 13.500 auf maximal 16.500 Einwohner bis 2030.“

„Sind am Schnittpunkt von drei Speckgürteln“

x  |  NOEN, Foto Shutterstock, Grafik Bischof
Spitzenreiter der Gemeinden im Bezirk ist Steinbrunn. Gleich um ein Viertel wuchs hier die Bevölkerung. Den Grund für das Wachstum kennt Bürgermeister Klaus Mezgolits (SPÖ). „Wir sind am Schnittpunkt von drei Speckgürteln“, zitiert Mezgolits einen seiner Kollegen. „In gut 25 Minuten bin ich in Wien“, versichert Mezgolits.

Immerhin liegt die Seegemeinde in der Nähe von zwei Autobahnanschlüssen sowie von drei Bahnhöfen. Eine weitere Komponente sind die Bewohner der Seesiedlung, die sich – sei es durch Pensionierung oder Arbeitsplatz im Burgenland – in Steinbrunn hauptgemeldet haben. „Wir kombinieren die Vorteile vom Land mit den Vorteilen der Großstadt“, so Mezgolits.

301 Einwohner mehr als 2002 hat man in Wimpassing. Laut Amtmann Michael Bauer ist dies „…bedingt durch den Wohnungsbau der vergangenen Jahre und durch den Verkauf vieler Bauplätze.“

Bauplatzerschließung gegen Einwohnerminus

Allerdings ergeben sich dadurch auch einige Nachteile: „Die Infrastruktur – von Kindergarten und Schule bis hin zur Kläranlage – stößt an ihre Grenzen“, so Bauer, der in Aussicht stellt, dass im Kindergarten mittelfristig an eine Ausweichgruppe gedacht werden müsse. Daher will die Gemeinde den Wohnungsbau von Genossenschaften nicht weiter forcieren.

Das Gegenteil ist in St. Margarethen der Fall. Hier hat die Bevölkerung seit 2002 um 95 Einwohner abgenommen. „Im Vorjahr hatten wir sieben Geburten aber rund 30 Sterbefälle“, erklärt Amtsleiter Michael Schalling: „Wenn wir nicht relativ viele Zuzüge in den neuen Wohnungen hätten, wäre es noch schlimmer.“

Daher werde der Wohnungsbau durch die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft begrüßt und derzeit außerdem eine weitere Reihe an Bauplätzen, die der Pfarre gehören, erschlossen.