Erstellt am 28. Mai 2014, 08:27

von Doris Fischer und Nina Sorger

Biber bei Staatsanwalt. Purbach/Leithaprodersdorf | Purbacher zeigte Referatsleiter Weikovics wegen Biber-Fang-Bescheid an. Verfahren wurde eingestellt.

Biberschäden. In Leithaprodersdorf nagen die Biber. Ein Purbacher wollte gegen Fangbescheid protestieren. Foto: Gemeinde Leithaprodersdorf  |  NOEN, Gemeinde Leithaprodersdorf
Die Biber, die den Leithaprodersdorfer Landwirten das Leben schwer machen und bis Ende April mit Erlaubnis durch einen Bescheid vom Land „beseitigt“ werden durften, haben es bis zur Staatsanwaltschaft geschafft.

Ein Purbacher hat ebendort Anzeige gegen Paul Weikovics, den Leiter des Hauptreferats Natur- und Umweltschutz erstattet, weil dieser den Bescheid herausgegeben hatte. „Ein Verfahren gegen Hofrat Weikovics war anhängig wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs“, bestätigt Magdalena Wehofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt.“

Bescheid zum Fangen der Biber aufrecht

Wehofer erklärt weiter: „Es wurde am 23. April 2014 eingestellt – aus rechtlichen Gründen, sprich der Tatbestand der amtsmissbräuchlichen Absiedlung der Biber hat sich nicht erfüllt. Die Anzeige kam von einer Privatperson, aber nicht von der Polizei.“

Weikovics selbst erklärt: „Es ist nichts mehr anhängig.“ Weiter wollte er die Causa nicht kommentieren, nur so viel: „Der Bescheid ist auch weiter aufrecht.“

Das bedeutet: Wenn die Schonzeit, die bis Ende August dauert, vorbei ist, darf die Gemeinde Leithaproderdorf – wie auch die Gemeinde Gattendorf im Bezirk Neusiedl – wieder Biberfallen aufstellen und die gefangenen Tiere dem Bibermanagement Niederösterreich übergeben, das sie dann einschläfert. An einem burgenländischen Bibermanagement wird seitens des Landes gearbeitet.