Erstellt am 05. März 2014, 10:27

von Nina Sorger

Biber sind schlauer. Leithaprodersdorf / Trotz Beseitigungserlaubnis vom Land, Käfigen und Ködern konnte in Leithaprodersdorf bisher kein Biber gefangen werden.

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Von Nina Sorger

Seit Jahresbeginn ist man in Leithaprodersdorf auf der Pirsch nach jenen Bibern, die durch ihre Bauten und das Fällen von Bäumen diverse Ortsbäche blockieren und dafür sorgen, dass einige Felder regelmäßig geflutet werden.

Tiere wichen Fallen bisher aus

Mit Erlaubnis der Naturschutzabteilung des Landes dürfen derzeit sämtliche der Nager gefangen und beseitigt werden, „da laut Gutachten der Zuzug der Biber über die Leitha auch weiterhin gewährleistet ist“, wie Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP) erklärt.

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Jedoch erweisen sich die Tiere als weit schlauer als gedacht: „Bisher ist uns noch kein einziger Biber in die Falle gegangen“, bestätigt Radatz.

Zeit drängt: Ende März beginnt die Schonfrist

Laut dem Niederösterreichischen Bibermanagement sollten die Tiere eigentlich von selbst in die zwei Käfige tappen, die im Bachbett platziert wurden, „denn der Biber verlässt das Wasser nicht und geht eher in die Falle als an Land, hat man uns erklärt“, so Radatz: „Unsere Biber tun das scheinbar nicht. In den vergangenen Wochen haben wir auch Köder in den Käfigen ausgelegt, aber die Biber sind scheinbar schlauer, als wir angenommen haben.“

Viel Zeit hat die Gemeinde nicht mehr, dem Problem zu Leibe zu rücken, denn Ende März beginnt die Schonfrist für die Biber. Eine Beseitigung ist dann erst im kommenden Winter wieder möglich.