Erstellt am 16. Mai 2015, 12:53

von APA Red

Bis die Muskeln zittern: "Toughest Firefighter" gesucht. Am Samstag in einer Woche zittern im burgenländischen Siegendorf wieder die Muskeln: Beim "Toughest Firefighter Austria" (TFA)-Wettbewerb wird der härteste Feuerwehrmann des Landes gesucht.

Beim "Toughest Firefighter Austria" (TFA)-Wettbewerb wird kommenden Samstag der härteste Feuerwehrmann des Landes gesucht. 89 Teilnehmer im Einzelbewerb und sechs Teams kämpfen heuer um den Sieg. Foto: Archiv APA/FF Siegendorf  |  NOEN, UNBEKANNT (FF SIEGENDORF)
89 Teilnehmer im Einzelbewerb und sechs Teams kämpfen heuer um den Sieg, schilderte der Veranstalter, Ortsfeuerwehrkommandant Franz Parits.

Treppenlauf mit zwei 25 Kilo schweren Kanistern

Seit dem Relaunch im Vorjahr, wo das Regelwerk "ein wenig verschärft" wurde, sei der Wettkampf noch attraktiver, erzählte Parits. Die Teilnehmer müssen sich in voller Montur "mit Stiefeln, Einsatzuniform, Jacke und Helm" durch die vier Stationen kämpfen. "Das ist ziemlich brutal", meinte der Feuerwehrkommandant.

Ein Treppenlauf mit zwei 25 Kilo schweren Kanistern auf einen vierstöckigen Turm, das Ziehen eines Schlauches über die Strecke von 40 Metern sowie das Tragen einer 80 Kilogramm schweren Puppe zehren an den Kraftreserven.

Praktisch jedes Jahr gebe es Ausfälle: "Die wenigsten trauen sich das zu, vier Stationen hintereinander zu schaffen". Der Bewerb sei "wirklich sehr hart", so Parits: Auch Bodybuilder seien schon gescheitert. Es reiche auch nicht, ein guter Läufer zu sein. Was zähle, sei "ein guter Mix aus Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit".

Beim Stiegenlauf etwa, "da brauche ich Ausdauer, da brauche ich etwas in den Knien". Um eine 80-Kilogramm-Puppe anzuheben, sei wiederum Technik vonnöten - ebenso beim Überwinden einer drei Meter hohen Wand.

Bewerbe "sind alles feuerwehrbezogene Dinge"

Um den Wettkampf interessanter zu machen, gibt es seit dem Vorjahr auch den Teambewerb. Eine Mannschaft besteht aus vier Teilnehmern, von denen jeder eine der vier Stationen absolvieren muss.

"Der Wettkampf ist deswegen speziell, weil er wirklich die Sportler in der Feuerwehr anspricht", sagte Parits. Bei Kuppel- oder Atemschutzbewerben beispielsweise stehe hingegen mehr die Technik im Vordergrund.

Szenarien ähnlich jenen, wie sie die Teilnehmer beim Toughest Firefighter Austria bewältigen müssen, seien auch bei einem realen Einsatz möglich. "Wenn ich mit zwei 25 Kilo-Kanistern vier Stockwerke hinaufrennen und Schläuche hinaufziehen muss - das sind alles feuerwehrbezogene Dinge", erzählte Parits.

Der Siegendorfer Kommandant, der früher bei Wettbewerben in Deutschland mitmachte, tritt heuer selbst im Teambewerb an. Auch der langjährige TFA-Seriensieger Herbert Krenn, der sich im Vorjahr erstmals dem Tschechen Lukas Novak geschlagen geben musste, ist wieder mit dabei.

Die BVZ hatte Franz Parits erst kürzlich porträtiert:

Der Wettkampf beginnt um 9.00 Uhr und endet spätestens um 18.00 Uhr, die Siegerehrung findet um 20.00 Uhr statt. Auch Frauen können beim TFA mitmachen. Sie müssen sich denselben Herausforderungen stellen wie ihre männlichen Kollegen, so Parits. Bisher gab es jedoch kaum Teilnehmerinnen.

Einen Eindruck davon, was Wettkämpfer und Besucher erwartet, vermitteln auch Clips auf YouTube. Um dem Publikum eine professionell durchgeführte Veranstaltung zu bieten, habe man "viel Zeit und Geld investiert", berichtete Parits.

So wurde im Vorjahr ein neuer, vierstöckiger Turm gebaut, bei der Zeitnehmung unterstützt eine neue Software den Veranstalter. Im Rahmenprogramm des Bewerbes zeigen wieder Fahrzeughersteller modernstes technisches Gerät.

http://tfa-austria.at/