Eisenstadt

Erstellt am 24. August 2016, 18:06

28. Internationale Haydntage. Am 8. September eröffnen die Internationalen Haydntage ihre 28. Festivalsaison.

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Auch heuer werden wieder die besten Haydninterpreten in Eisenstadt zu Gast sein. Intendant Walter Reicher hat renommierte Orchester und gefragte Solisten eingeladen, unter dem Motto „Haydn & Böhmen“, Joseph Haydns Musik und die seiner böhmischen Zeitgenossen und Nachfolger zu interpretieren: Adam Fischer, das Kammerorchester Basel, Simone Kermes, Ronald Brautigam und viele mehr.

„Haydn & Böhmen“

Seine erste Anstellung als Kapellmeister führte Joseph Haydn in das böhmische Lukavice nahe Pilsen. Am Hofe des Grafen Morzin komponierte er seine ersten Symphonien und legte den Grundstein für seine Weltkarriere. Die Internationalen Haydntage nehmen den Beginn dieses schöpferisch so reichen Berufslebens zum Anlass, Joseph Haydns Œuvre mit dem seiner böhmischen Kollegen in Verbindung zu bringen.

So bietet das Festivalprogramm Gelegenheit die Werke von Carl Ditters von Dittersdorf, Johann Baptist Vanhal oder Josef Myliveček, zu Lebzeiten berühmt, geschätzt und mit beträchtlichem Einfluss auf die Entwicklung der Wiener Klassik, wiederzuentdecken. Auch ihren Nachfolgern wie Antonín Dvořák, Bedřich Smetana und Gustav Mahler räumt das Programm den gebührenden Platz ein.

Eröffnung mit Haydn-Oper

Die Internationalen Haydntage eröffnen am 8. September mit einer halbszenischen Fassung von Joseph Haydns Oper „La Canterina“. Das Ensemble von Classical Opera aus London zeichnet unter der Leitung von Ian Page dafür verantwortlich. Geschrieben für Eisenstadt kommt die kurzweilige Oper in italienischer Sprache nun wieder hier auf die Bühne.

Orchestras in Residence.

Classical Opera ist an zwei weiteren Tagen in Eisenstadt in unterschiedlichen Besetzungen zu erleben: Zum einem mit einem symphonischen Konzertprogramm rund um Vertonungen von Geschichten aus Ovids „Metamorphosen“, bei denen Frank Hoffmann als Sprecher durch die Irrungen und Wirrungen der römischen und griechischen Mythologie führt (9.9.) Zum anderen mit  kammermusikalischen Grüßen aus ihrer Heimat.

Für seine Matinee am 10. September hat das Londoner Ensemble, schottische, walisische und irische Liedvertonungen Haydns im Gepäck. Adam Fischer und die Österreichisch Ungarische Haydn Philharmonie übernehmen in der Folge die Residence. Die Fixstarter sind mit drei Konzertprogrammen gemeinsam mit Kontrabassist Ödön Rácz (11.9.), den Pianistinnen Ferhan und Ferzan Önder (16.9.) und der Sopranistin Elisabeth Pratscher, Hajek-Boss Wagner Kulturpreisträgerin 2016, (18.9.) zu hören.

Große Namen

Eine Reihe gefeierter Künstlerpersönlichkeiten ist während des Festivals zu Gast. Sopranistin Simone Kermes gemeinsam mit The Clarinotts (12.9.) für einen Abend im Zeichen von „Mahler & More“. Der Hamburger Pianist Sebastian Knauer spielt mit dem Kammerorchester vier Klavierkonzerte auf dem modernen Flügel, zweimal Haydn und zweimal von Dittersdorf (10.9.), Eine Woche später widmet sich Ronald Brautigam am Hammerflügel mit der Kölner Akademie Beethovens Klavierkonzert Nr.1 (17.9.) das der Komponist selbst am Klavier 1798 in Prag uraufführte. Ein gemeinsames Galakonzert der Trompete geben die Virtuosen Gábor Boldoczki und Sergei Nakariakov (16.9).

Frühe Haydn-Symphonien

Als roter Faden ziehen sich Joseph Haydns frühe Symphonien aus der Zeit als Kapellmeister in Böhmen durch das Programm. Das Kammerorchester Basel, die Österreichisch Ungarische Haydn-Philharmonie, die PKF Prague Phiharmonia und die Kölner Akademie widmen sich mit unterschiedlichen Interpretationsansätzen dem symphonischen Frühwerk von Joseph Haydn.

Kammermusik-Matineen

Joseph Haydn, Wolfgang A. Mozart. Johann B. Vanhal und Carl Ditters von Dittersdorf für Mozarts Hausmusik formten das bestbesetzte Streichquartett der Wiener Klassik. Was sie für diese und andere kleine Besetzungen komponierten, bringen die Konzertmatineen auf das Podium. Hier wird auch dem 250. Todestag von Haydns Vorgänger als Kapellmeister der Esterházy, Gregor Joseph Werners, mit einem moderierten musikalischen Salon gedacht. (16.9.)

Rahmenprogramm

In Eisenstadt wartet auf die Festivalbesucher ein vielseitiges Rahmenprogramm. Festgottesdienste, Musik im Schlosspark oder das Haydn-Haus Eisenstadt mit seiner Ausstellung „Haydn und die Frauen“, runden das vielfältige Angebot ab.

„Ich freue mich darauf, im September noch einmal mit unserem Festivalprogramm das Eisenstädter Schloss zu bespielen und blicke gespannt auf die bevorstehenden musikalischen Begegnungen. Wir werden unserem Publikum wieder die besten Haydninterpreten der Welt bieten. 'Meine Sprache verstehet man durch die ganze Welt', sagte Joseph Haydn und so werden wir auch im nächsten Jahr seine Musik auf Topniveau präsentieren, wenn wir das ganze HaydnLand bespielen werden. Details dazu gibt es sehr bald.“