Erstellt am 09. Juli 2014, 09:14

von Bettina Eder und Doris Fischer

Jugendliche als Täter. Einen Schaden von mehr als 100.000 Euro haben Jugendliche in einem Haus angerichtet – ein Brand kam noch dazu.

Brandruine. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr St. Georgen mit schwerem Atemschutzgerät anrücken. Foto: Stadtfeuerwehr  |  NOEN, Stadtfeuerwehr
Ein Bild der Verwüstung bot sich der Polizei und der Feuerwehr im ehemaligen Weingut Höld. Keine zehn Tage später konnten die Täter ausfindig gemacht werden. Auf rund 250 Quadratmetern haben sich laut Polizei 18 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren – sie kennen sich aus der Schule und dem Skaterplatz und kommen aus Eisenstadt und dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung – „richtig ausgetobt“ und einen Sachschaden von über 100.000 Euro verursacht.

Angeblicher Versuch, Brand selbst zu löschen

Wände wurden beschmiert, Einrichtungen verwüstet sowie Dinge zerschlagen und zerstört. Zu guter Letzt kam zum Sachschaden noch ein Brand dazu. „Der Brand dürfte zufällig passiert sein, als die Jugendlichen mit Benzin und Papier hantierten. Es war keine mutwillige Brandstiftung“, ist von den Ermittlern zu erfahren.

Die Jugendlichen sollen sogar noch versucht haben, den Brand selbst zu löschen. Glutnester begannen schließlich wieder zu brennen – mit verheerenden Folgen. „Die Sicht war gleich null“, stellt St. Georgens Feuerwehrkommandant Manfred Wagner fest. Mit schwerem Atemschutz konnte schließlich der Brand gelöscht werden.

Einbruchsdiebstähle und Sachbeschädigung 

„Auf das Konto der Jugendlichen geht nicht nur der Brand in St. Georgen“, lässt ein ermittelnder Beamter wissen. Sie sollen auch für Diebstähle, Einbruchsdiebstähle in der HTL und im E_Cube sowie weitere Sachbeschädigungen verantwortlich sein, die sie im Zuge der Verhöre zugegeben haben. Sie sind geständig und wurden auf freiem Fuß angezeigt.

„Einige von ihnen haben kriminelle Energien, der Großteil stammt aus soliden Familien und sind Mitläufer“, so ein Beamter.