Erstellt am 21. Januar 2015, 08:28

von Sandra Koeune

Mars-Austria zieht nach Wien. Rund 40 der 160 Mars-Mitarbeiter sollen das Werk in Breitenbrunn verlassen und ab Juli im neuen Standort in Wien arbeiten.

Teilumzug. 120 Mitarbeiter werden auch weiterhin für Mars-Austria in Breitenbrunn arbeiten. 40 müssen in Zukunft in Wien arbeiten. Foto: Koeune  |  NOEN, Sandra Koeune
Im Sommer eröffnet Mars Austria einen neuen Standpunkt in Wien. Hier sollen in Zukunft die Vertriebsaktivitäten für den österreichischen Markt gebündelt werden. Die geplanten 120 Mitarbeiter für Wien werden von den Standorten Breitenbrunn und Bruck/Leitha (Niederösterreich) abgezogen werden.

Zurzeit in Verhandlung mit dem Betriebsrat

Betroffen sind rund 40 Breitenbrunner Mitarbeiter aus dem Marketing und dem Vertrieb. Erhofft wird ein Synergie-Effekt: „Ziel der Zusammenlegung ist die Kürzung der Arbeitswege als auch eine Verbesserung der Kommunikation. Die Produktion in Breitenbrunn bleibt jedoch unverändert, es werden nur die Mitarbeiter aus dem Marketing und dem Vertrieb abgezogen. Die Produktion, Logistik und Personalabteilungen bleiben in Breitenbrunn“, erklärt Mars-Austria-Sprecherin Franziska Zehetmayr.

„Wir sind in konstruktiven Gesprächen mit den Angestellten und dem Betriebsrat. Unter den Mitarbeitern gab es unterschiedliche Reaktionen, diese hängen auch von den persönlichen Situationen und Wohnorten der Mitarbeiter ab“, meint Zehetmayr weiter.

„Prozess der Gespräche ist noch am Anfang“

Die Mitarbeiter sind über den bevorstehenden Umzug nicht erfreut. Der Betriebsrat ist zurzeit noch in den Verhandlungen mit der Geschäftsführung von Mars-Austria.

„Der Prozess der Gespräche ist noch am Anfang und wird noch bis Februar andauern. Natürlich sind die Arbeiter nicht erfreut, wenn sie erfahren, dass sie in Zukunft nach Wien pendeln müssen, das ist ja kein Spaß, besonders wenn man nicht damit rechnet. Es ist keine einfache Situation für die betroffenen Mitarbeiter“, erklärt Betriebsrat Karl Szoldatits, der genauere Details der Verhandlungen noch nicht verraten wollte.

Auch der Bürgermeister Josef Tröllinger (SPÖ) ist nicht glücklich über die Entscheidung: „Ich bin traurig über die Entscheidung vom Mars-Austria Management. Dies bedeutet für die Gemeinde finanzielle Einbußen, da die Lohnsteuer entfällt, aber ich kann an der Entscheidung nichts ändern und muss sie hinnehmen“, meint Tröllinger.