Erstellt am 03. Februar 2014, 17:49

Bub brach in Teich ein. Unterkühlt wurde der 9-jähriger Pascal nach seinem Einbruch in Zeichmannteich ins Spital gebracht, nun ist er schon zu Hause.

Nach dem Einsatz. Die Feuerwehrmänner der Feuerwehr Siegendorf waren froh, dass sie den Buben heil an Land bringen konnten.  |  NOEN, Fotos: FF Siegendorf
Von Doris Fischer

Wohlauf und bereits aus dem Spital entlassen werden konnte der 9-jährige Pascal aus Siegendorf. „Er musste eine Nacht zur Beobachtung im Spital bleiben“, erzählt Andrea Michlits-Makkos, Sprecherin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Der Bub dürfte ihren Angaben zufolge den Vorfall vom Montag ganz gut überstanden haben. Schließlich hätte Pascal im Krankenhaus viel gelacht.
x  |  NOEN, Fotos: FF Siegendorf

Heldenhaft ging der 9-Jährige am Montagnachmittag vor. Er war mit seinem schwarzen Labrador beim Zeichmannteich zwischen Siegendorf und Trausdorf unterwegs und warf ihm Stöckchen zu.
„Eines davon landete im Teich, der Hund sprang hinterher und brach auf dem dünnen Eis ein“, berichtet Siegendorfs Feuerwehrkommandant Roland Schimetits.
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Unerschrocken wollte der Bub seinen Hund retten, ging aufs Eis und brach schließlich selbst ein. „Er hat verzweifelt um Hilfe gerufen und zum Glück war in unmittelbarer Nähe auf einem parallelen Begleitweg ein Spaziergänger unterwegs, der ihn hörte und schließlich auch die Feuerwehr verständigte“, so der Siegendorfer Feuerwehrkommandant weiter.

Schutzengel hatte wohl Sonderschicht

Gegenüber den Medien meinte der Siegendorfer Spaziergänger, der anonym bleiben will, dass er dem Buben zwei Pfosten hingeschoben hat und er alarmierte umgehend Rettung und Feuerwehr. Bis die Retter eintrafen, schaffte es der tapfere Bursch, sich von selbst aus dem eisigen Wasser auf die dünne Eisfläche zu ziehen. Minuten später waren auch schon die Helfer vor Ort.
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Gemeinsam mit dem First Responder Andreas Klikovits – er ist auch Feuerwehrmann – gelang es dem Spaziergänger, das Kind mit einem Holzbalken von der dünnen Eisfläche zu ziehen.

Auch Vierbeiner überlebte

Mit einer Körpertemperatur von nur 32 Grad musste der Bub ins Krankenhaus nach Eisenstadt gebracht werden.
Danach ging es an die Rettung des Vierbeiners: Zwei weitere Florianis begaben sich auf die Eisfläche, einer davon war Feuerwehrtaucher Niki Erdt, der sich mit einem Spezialtauchanzug ausgestattet, bis ganz vor auf das ganz dünne Eis schob.

Eine Steckleiter wurde auf das Eis bis zur Einbruchstelle gelegt. Der erfahrene Feuerwehrmann rutschte vorsichtig zum Eisloch, um den schwarzen Labrador aus dem eiskalten Wasser zu ziehen. Er überlebte seinen nassen Ausflug ebenfalls stark unterkühlt. Nach seiner Bergung wurde der unterkühlte Hund von einem Tierarzt versorgt.
Am Dienstag Vormittag durfte der Bursch bereits das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt verlassen und wird bald seinen Schulkameraden von dem Abenteuer erzählen.