Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

Bürger gegen Bahn. Protest / Eine Bürgerinitiative macht mobil gegen die „Bahnschleife Eisenstadt“. Sie fürchten um die Lebensqualität in Wulkaprodersdorf.

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Von Doris Fischer

WULKAPRODERSDORF / Pendler aus Eisenstadt sollen durch den Bau der „Bahnschleife Eisenstadt“ um fünf Minuten schneller in Wien sein. Der Widerstand gegen das Projekt wächst in Wulkaprodersdorf. Eine Bürgerinitiative wurde ins Leben gerufen.

„Niemand hat etwas von der Bahnschleife!“ 

Innerhalb nur einer Woche haben sich mehr als 100 Gegner gefunden. Sie sehen in dem ÖBB-Projekt eine Geldverschwendungsaktion, die nicht viel bringt – außer eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. „Durch den Bau der Schleife muss der Straßenverlauf der B50 und B16 verlegt werden. Viel Geld muss unnötig in die Hand genommen werden“, wettert Markus Krojer, und ergänzt: „Außer die Pendler aus Eisenstadt hat niemand einen Vorteil aus der Bahnschleife – ganz im Gegenteil.“ Sie befürchten mehr Verkehr und eine höhere Lärm- und Staubbelastung. Gleichzeitig bietet die Bürgerinitiative eine Alternativlösung an: „Die elektrifizierte Strecke von Eisenstadt über Neusiedl nach Wien wäre eine gleichbedeutende Alternative“, meint Richard Hermann. Hier wäre es ebenfalls möglich, mit der Führung von Schnellzügen eine Fahrzeit unter einer Stunde zu erreichen.