Eisenstadt

Erstellt am 18. März 2017, 06:16

von BVZ Redaktion

Eisenstadt: 100.000 Euro für ein paar gute Ideen. Eisenstädter sollen Ideen einbringen, die mit Sonderbudget realisiert werden.

Thomas Steiner  |  BVZ

„2018 soll es ein eigenes Budget für ein Projekt geben, das nur durch Bürgerbeteiligung entsteht“, umreißt Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) seine Idee. Dieser weiter: „Wir nehmen die Anliegen unserer Bevölkerung ernst und wollen sie noch mehr in die Prozesse der Entscheidungsfindung einbinden.“

Auf Nachfrage erklärt der Bürgermeister, dass in diesem Fall den Ideen und Vorschlägen keinerlei Grenzen – außer den geplanten 100.000 Euro – gesetzt sind.

Molnár: „Unglaubwürdiger geht’s nicht“

Géza Molnár  |  BVZ

„Es muss nicht unbedingt ein großes Projekt sein. Ich kann mir zum Beispiel auch vorstellen, mit dem Geld jeweils ein Projekt für jeden Ortsteil zu unterstützen“, erläutert Bürgermeister Steiner. Der gesamte Projektprozess soll von Mitarbeitern der Stadtverwaltung professionell begleitet werden, die Hauptlast der Entwicklung und Umsetzung soll jedoch bei den Bürgern liegen, die sich für das Projekt einsetzen.

„Jetzt, wo’s langsam Richtung Gemeinderatswahl geht, redet Steiner auf einmal wieder von Bürgerbeteiligung. Unglaubwürdiger geht’s nicht“, sagt FP-Stadtparteiobmann Géza Molnár, der das Versprechen eines eigenen Bürgerbeteiligungsbudgets für 2018 für fast schon skurril erachtet: „Wer unglaubwürdig ist, muss zusätzlich Geld versprechen.“

„Alles in allem leben wir in der Stadt die Bürgerbeteiligung und haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung. Ich bin sicher, dass wir mit dem neuen Bürgerbudget einen weiteren Meilenstein setzen können, der landesweit seinesgleichen sucht“, so Bürgermeister Steiner abschließend. Ideen einbringen kann man über den Online-Dienst „Bürgermeldungen“ oder über die über die Bürgermeister-Box.