Erstellt am 06. August 2014, 14:09

Dicke Probleme. Xundes Thema | 30 Prozent aller Krankheiten sind laut Mediziner Martin Nehrer durch falsche oder mangelhafte Ernährung bedingt.

Hauptproblem bei der falschen Ernährung ist das Übergewicht. Ab einem Bauchumfang von 88 cm bei der Frau bzw. 102 cm beim Mann ist eine Reduktion des Gewichtes notwendig, um Schäden für die Gesundheit abzuwenden. Je größer der Bauchumfang, desto größer das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Zivilisationskrankheiten, unabhängig von der Körpergröße.

Übergewicht führt zu folgenden Erkrankungen: erhöhter Blutdruck, erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, Potenzstörungen und Impotenz, weiters Asthma und Schlafapnoe. Insulin wird wirkungslos und es kommt zu Typ 2 Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten. Es kommt zu Rückenschmerzen, Gelenkabnützungen, Fettleber. Speiseröhrenentzündungen und Gallensteine sind weitere Folgen des Übergewichtes.

Übergewicht beeinflusst Körper und Psyche

Auch die Psyche ist betroffen und führt über ein niedriges Selbstwertgefühl zu Isolation, Diskriminierung, Bulimie, Depressionen. Ein erhöhtes Krebsrisiko ist ebenfalls eine Folge von zu viel Essen. Jeder zweite Österreicher stirbt an den Folgen von Herzkreislauferkrankungen, weil er zu viel isst, zu fett isst, zu wenig Bewegung macht, raucht und Stress hat.

Gesundheit ist kein Geschenk, sondern muss erarbeitet werden; Tag für Tag. Der Lebensstil ist zum Großteil für die Gesundheit verantwortlich. Bewegung, Ernährung, Bewusstsein sind die Säulen der Gesundheit. 70 Prozent der Krankheiten könnten mit richtiger Ernährung und Bewegung vermieden werden.

Der Mensch isst im Laufe des Lebens 40 Tonnen feste und 50 Tonnen flüssige Nahrung. Der Mensch ist genetisch auf Hungerzeiten vorbereitet, nicht auf das Schlaraffenland. Wir haben heute ganz andere Essgewohnheiten als vor 30 Jahren. Mehr als die Hälfte der Österreicher isst auswärts. Fast niemand kocht mehr. Fertiggerichte und Fastfood sind weit verbreitet und nehmen noch zu.

Hauptgrund für Fastfood ist der Zeitdruck und die Verfügbarkeit. Der Energiegehalt von Fastfood ist doppelt so hoch wie bei normalen Speisen. Fastfood ist meist fett, salzig und enthält viel Zucker.

Niemand nimmt über Nacht zehn Kilogramm zu, sondern jedes Jahr ein bis zwei, das macht dann in 10 Jahren 20 kg. Abnehmen sollte man deswegen auch langsam durch moderate Änderung des Lebensstils.
 

Nehrers „Xunder Blick“ ins Stefans Bistro

Im Stefans Bistro konnten wir einen schattigen Platz im Schanigarten genießen.
Die Auswahl an vegetarischen Gerichten überzeugte uns auch hier, von den Vorspeisen, Suppen, Snacks bis zu den Hauptgerichten. Die Spaghetti mit Spinat und Schafkäse waren sehr gut gewürzt und schmeckten köstlich.

Die Salatschüssel mit Schafkäse bestand aus einer knackigen Salatmischung mit sehr gutem Dressing.
Käselaibchen, Eiernockerl und diverse Süßspeisen runden das Angebot ab.

Fazit: Eine gute Möglichkeit, an der Peripherie von Eisenstadt gut vegetarisch zu essen.
 


Die BVZ-Aktion:

Die BVZ und Allgemeinmediziner Martin Nehrer wollen Eisenstadt gesünder machen. Dabei wird ein „xundes“ Thema in der BVZ behandelt und ein Restaurant unter die Lupe genommen. Ziel ist eine Bewusstseinsveränderung der Eisenstädter und auch die Erhöhung der „xunden Angebote“ auf den Eisenstädter Speisenkarten.


 

„Xund“ Kochen: Couscoussuppe

Zutaten für vier Personen:
  • 1 große Zwiebel, feinst geschnitten

  • 2 rote Paprikaschoten, 2 gelbe Paprikaschoten, 2 grüne, feinst gewürfelt

  • 2 EL Rapsöl

  • 1 EL rotes Paprikapulver, edelsüß

  • Salz, Pfeffer

  • 2 EL Maizena zum Binden

  • ca. 1,5 l Wasser, eventuell 2 Würfel Gemüsesuppe

  • 2 Sackerl Expresscouscous, gekocht

Zubereitung:

Die Zwiebel und Paprika im Rapsöl weichdünsten, mit Maizena und Paprikapulver vermengen und anrösten. Die Hitze reduzieren, mit Wasser ablöschen und zehn Minuten weichkochen sowie würzen. Den gekochten Couscous dazumischen und gleich servieren.

Tipp:

Es ist ganz wichtig, den Paprika ganz klein zu würfeln, damit er ganz sicher weich wird. Für etwas Schärfe kann man auch etwas Chillipüree dazurühren.