Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:37

von Doris Fischer

Caroline: Ein Jahr nach dem Schuss. Caroline Bredlinger geht es ein Jahr nach dem Schussattentat relativ gut. Derzeit klagt sie über Schmerzen.

Sportlich aktiv. Caroline Bredlinger kann ihren Sport, das Langstreckenlaufen, wieder uneingeschränkt ausüben, obwohl sich drei große und 22 kleine Splitter in ihrem Becken befinden. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ
Es war ein einschneidendes Erlebnis für die damals 13-jährige Caroline Bredlinger, der Halloween-Abend des Vorjahres. In Großhöflein schoss ein damals 32-jähriger Mann auf die Jugendliche. Sie wurde im Bereich des Beckens schwer verletzt.

„Caroline klagt wieder über Schmerzen“

Drei große und 22 kleine Splitter des Projektils befinden sich noch in ihrem Körper. „Momentan klagt Caroline wieder über Schmerzen“, erzählt ihre Mutter Ursula Bredlinger, versichert aber, dass es der Spitzensportlerin an und für sich sehr gut geht.

„Sie kann ihren Sport uneingeschränkt wieder ausüben“, zeigt sich Ursula Bredlinger entspannt. Denn ursprünglich war nicht bekannt, ob Caroline je wieder Langstrecken laufen können wird.

„Das Urteil hat sie sehr irritiert“

Eines ist der Mutter schon aufgefallen: „Caroline ist nicht mehr so unbeschwert wie vor dem Vorfall.“ Der Schütze, ein ehemaliger Kommunalpolitiker aus dem Bezirk Oberpullendorf, wurde zu sieben Monaten unbedingter Haft verurteilt.

18 Tage nach der Urteilsverkündung war der Schütze ein freier Mann. Seine Strafe hat er während der U-Haft bereits verbüßt. „Das Urteil hat Caroline sehr irritiert. Sie hatte die Hoffnung, dass der Mann eine gerechte Strafe bekommt“, stellt Ursula Bredlinger fest, „irritierend war, dass er mit lachendem Gesicht das Gericht verließ.“

BVZ.at hatte damals berichtet: