Erstellt am 09. April 2014, 07:54

Container nicht mobil. Disput | BH beanstandet Wohncontainer am Mobilheimplatz in Donnerskirchen, weil man „Container nicht von selbst bewegen kann“.

Streitpunkt. Weil die BH seinen Container nicht als Mobilheim sieht, wandte sich Pächter Horst Wagner an Volksanwältin Gertrude Brinek und die ORF-Sendung »Bürgeranwalt«. Fotos: ORF/Majnaric.  |  NOEN, ORF/Majnaric
Ein Disput zwischen Pächtern am Mobilheimplatz Donnerskirchen und der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt führt bis in die ORF-Sendung „Bürgeranwalt“. Betroffen sind vier Pächter, die auf ihren Parzellen Wohncontainer aufgestellt haben, denn wie sie von der BH erfahren mussten, werden die Container nicht als Mobilheime gesehen.

Dafür, aber auch, weil die BH die Abstände der Container zur Grudstücksgrenze beanstandet, müssen sie eine Strafe von 450 Euro zahlen. „Wir hatten eine mündliche Genehmigung vom damaligen Bürgermeister.Das war bei einer Pächterversammlung und er hat uns sogar die Farbe der Container vorgeschrieben“, erklärt Pächter Horst Wagner in der Sendung.

BH: „Wir teilen die Ansicht des Landes“

Seitens der BH erklärt Birgit Lentsch: „Wir teilen die Ansicht des Landes, dass für ein Mobilheim ein Mindestmaß an Beweglichkeit gegeben sein muss – wie bei einem Wohnwagen. Einen Container kann man nicht von selbst bewegen.“ Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP) fühlt sich nicht zuständig: „Das war vor meiner Zeit. Und es ist Sache der BH.“

Allerdings versteht er die Pächter: „Wenn man sich vorher bei der Gemeinde erkundigt, erwartet man, dass alles OK ist.“ Der ehemalige Bürgermeister Josef Frippus erklärt, er wolle mit dem allen nichts mehr zu tun haben. Laut BH wurden die Strafen beeinsprucht. Das Verfahren läuft.