Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:07

von Werner Müllner

Dach für Flüchtlinge. Die rund 170 in Eisenstadt untergebrachten Menschen werden hinter dem Autohaus Kamper ein „Zuhause“ bekommen.

Vor dem Umbau. In diesem Telekom-Gebäude werden die Hilfesuchenden nun ab Mitte November untergebracht. Davor muss das Gebäude noch adaptiert werden. Bis dahin wohnen die Flüchtlinge im Bauhof der Gemeinde. Foto: Werner Müllner  |  NOEN, Werner Müllner
Das vergangene Wochenende verbrachten die bisher in Zelten bei der Polizeizentrale untergebrachten Flüchtlinge schon in der neuen Unterkunft, dem Eisenstädter Bauhof.

Doch auch dieses Quartier ist nur eine Zwischenstation für die Hilfesuchenden. Der Eigentümer wird in den kommenden Wochen das ehemalige Telekom-Gebäude hinter dem Autohaus baulich adaptieren.

„Eisenstadt erfüllt damit seine Quote“

Das Quartier wird nach seiner Fertigstellung – voraussichtlich bis 20. November – Platz für maximal 170 Flüchtlinge bieten und rund um die Uhr von der Caritas betreut.

„In drei bis vier Wochen wird der Umbau fertig sein. Das Quartier soll durchschnittlich mit 150 Personen belegt sein. Eisenstadt erfüllt damit seine Quote und es gibt keine Möglichkeit, vom Durchgriffsrecht Gebrauch zu machen“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) erleichtert.

Wie es zu dieser Lösung kam, erklärt der Bürgermeister: „Da sich nichts bewegt hat, haben wir vonseiten der Gemeinde selbst nach einer Lösung gesucht.“ Steiner über die Zukunft Eisenstadts: „Wir wollen eine kleine, überschaubare Stadt bleiben, wo man sich kennt und am öffentlichen Leben teilnimmt.“

Ausländer in Eisenstadt:

Mit 1.9. hatten in Eisenstadt 15.981 Menschen ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz, davon 13.710 Österreicher und 2.271 Ausländer. Von den 14 % ausländischen Staatsbürgern kommen 81,7 % aus Europa.

Top 5 Nationen:
Ungarn 600 (26,42 %)
Rumänien 332 (14,62 %)
Deutschland 223 (9,82 %)
Slowakei 146 (6,43 %)
Bosnien & Herzegowina 86 (3,79 %)

Insgesamt leben Personen aus 77 verschiedenen Nationen in Eisenstadt.