Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Darf Kroatin bleiben?. JUNGE LIEBE / Die Fremdenpolizei ermittelt nun gegen die wegen ihrer Liaison mit einem Buben verurteilte Handballtrainerin.

Verurteilt. Rechtsanwalt Peter Hombauer begleitete die Handballtrainerin Renata C. (v.l.) im Prozess.APA/HANS KLAUS TECHT  |  NOEN
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VON DORIS FISCHER

BEZIRK EISENSTADT / Österreichweiten Bekanntheitsgrad erlangte die 42-jährige Handballtrainerin Renata C., die wegen ihrer Liebe zu einem damals 13-jährigen Burschen vergangene Woche zu 22 Monaten bedingt verurteilt wurde. Jetzt wurde bekannt, dass die Trainerin in Oslip wohnte. Davor war sie in der Eisenstädter Sylvesterstraße und der Haydngasse ansässig. Schließlich zog sie im April nach Oslip. Grund dafür dürfte, so ist zu hören, der Rückstand bei den Mietzahlungen gewesen sein.

Verfahren um Bleiberecht  kann zwei Jahre dauern

Die BVZ konfrontierte ihren Rechtsanwalt, Peter Hombauer, mit den Vorwürfen gegen seine Mandatin, die Kroatin Renata C. „Ja, ich habe das Gerücht auch gehört. Sie hat ja ihren Job als Trainerin verloren. Natürlich steht sie jetzt wirtschaftlich nicht besser da als vor dem Prozess“, stellt der Rechtsanwalt fest.

Aber auch mit einem weiteren Problem hat die 42-Jährige zu kämpfen: Aufgrund ihrer Verurteilung wurde die Fremdenpolizei eingeschaltet. „Das ist in einem solchen Fall auch üblich“, bestätigt Oberrat Karl Kilian von der Bundespolizeidirektion Eisenstadt. Nun könne ihr, so Rechtsanwalt Hombauer, ein Aufenthaltsverbot drohen. Im Zuge des Verfahrens, das ein bis zwei Jahre dauern kann, wird der Grad der Integration erhoben und auch ob Angehörige hier leben. Das alles trifft auf meine Mandantin zu, die schon seit 20 Jahren in Österreich lebt. Natürlich hofft er, dass sie hierbleiben kann. Das letzte Wort in Sachen Aufenthalt hat allerdings der Verwaltungsgerichtshof.