Erstellt am 06. Juni 2012, 00:00

Debatte um Trinkwasser. LEITUNG DURCH UNGARN / Versorgungsleitung für den Seewinkel sorgt für Polit-Diskussionen. Zapfl: „Kein Wasserverkauf geplant.“

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Im Rahmen der Vollversammlung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland (WLV) kamen in der Vorwoche auch die Pläne für eine grenzüberschreitende Trinkwasserleitung aufs Tapet. Im Zuge des 17-Millionen-Euro-Projektes soll Trinkwasser vom Hauptbrunnen in Neudörfl über Schattendorf nach Sopron gepumpt werden und in den Seewinkel fließen.

„Da der Wasserbedarf im Seewinkel ständig steigt, soll mit dieser zusätzlichen Leitung Vorsorge getroffen werden“, erklärt WLV-Obmann Gerhard Zapfl die Hintergründe. Durch eine in Aussicht gestellt 50-prozentige Förderung seitens der EU und geplante Maßnahmen auf ungarischer Seite sei der Zeitpunkt günstig, das Projekt in Angriff zu nehmen, meint Zapfl. Zudem könne die Leitung in weiterer Folge auch ins Mittelburgenland weitergeführt werden. Das Förderansuchen wurde im Zuge der Vollversammlung beschlossen.

„Diese Leitung muss aus technischen und hygienischen Gründen immer fließen“, erläutert Stefan Kast, der als Vertreter der Stadt Neusiedl am See an der Versammlung teilnahm. „Täglich fließen zwei Millionen Liter ins Soproner Wasserwerk und von dort weiter in den Seewinkel.“ Bedenken, dass es dadurch auch zu einem Ausverkauf heimischen Trinkwassers kommen könnte, verwirft Zapfl: „Es ist keinerlei kommerzielle Verwendung geplant. Es geht lediglich um die Versorgungssicherung.“