Rust am See

Erstellt am 21. Juli 2016, 04:53

von BVZ Redaktion

Pilotprojekt: „Falke“ über Rust . Ab August wird neue Flugdrohne getestet. FH Burgenland und Uni Wien untersuchen Auswirkungen auf die Natur.

Startschuss. Lukas Unger, Philipp Knopf und Sebastian Fertl von „Skyability“, Andreas Ranner von der Naturschutzabteilung, Landesrätin Verena Dunst, Bürgermeister Gerold Stagl, Weinbauobmann Manfred Widder und Marcus Wieschoff von der FH mit dem „Winzerfalken“.  |  Sorger

Nachdem eine Novelle des Pflanzenschutzgesetzes den rechtlichen Weg zum Einsatz von Flugdrohnen in der Landwirtschaft geebnet hat, gibt es ein erstes Pilotprojekt in Rust.

Der elektrisch betriebene „Winzerfalke“ des Siegendorfer Start-Ups „Skyability“, der durch ein Soundmodul die Schreie eines Falken simuliert, soll ab 22. August versuchsweise die Stare über den Ruster Weingärten vertreiben.

Projekt wird wissenschaftlich begleitet

Die Idee dazu kam von den Ruster Weinbauern selbst, die eine Methode der Stareabwehr jenseits von Schreckschussanlagen suchten. Rusts Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) erklärt: „Viele unserer Gäste fühlen sich durch den Lärm der Schüsse belästigt.“

Das Projekt wird von FH Burgenland und Universität Wien in Zusammenarbeit mit der Naturschutzabteilung des Landes wissenschaftlich begleitet, denn: „Einerseits sollen wirtschaftliche Aspekte untersucht werden, andererseits vogelkundliche Aspekte. Welche Auswirkungen hat der Einsatz des Winzerfalken auf andere Vögel?“, so Marcus Wieschoff von der FH Burgenland.

Ermöglicht wird das Projekt durch Förderungen von der Agrarabteilung des Landes, die 40.000 Euro bereitstellt, durch die Naturschutzabteilung des Landes, von der 4.000 Euro kommen, sowie durch je 5.000 Euro von der Stadtgemeinde und vom Weinbauverein.

Der "Winzerfalke"

Der elektrische „Winzerfalke“ hat eine Flugdauer von zwei Stunden. Er kann manuell bedient werden, um Stare gezielt zu vertreiben.