Erstellt am 02. November 2011, 00:00

Die Gloriette-Warte ist jetzt bald Geschichte. ABRISS / Die Aussichtswarte kann nicht mehr saniert werden, für einen Neubau fehlt das Geld: Das Wahrzeichen wird abgerissen.

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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Nach 54 Jahren wird die Gloriette-Warte auf der sogenannten Paraplui-Anhöhe abgetragen. Seit Monaten ist das beliebte Ausflugsziel wegen Baufälligkeit gesperrt, nun wurde der Entschluss gefasst, das Bauwerk sterben zu lassen. Otto Kropf, Vorstand des Österreichischen Touristenklubs Eisenstadt: „Wir müssen den Turm leider sterben lassen. Es ist uns nicht möglich, die notwendigen 30.000 Euro für einen Neubau aufzutreiben.“

Zusagen gibt es, aber  es reicht nicht

 

Kropf betont, dass es von Seiten der Gemeinde Unterstützung gegeben hätte, auch von Seiten der EU wäre etwas zu erwarten gewesen, dennoch – in Summe hätte es der Touristenklub nicht geschafft. Kropf weiter: „Die 30.000 Euro wären alleine für die Neuerrichtung des Aussichtsturmes notwendig gewesen. Die immensen Kosten für den Abbau des maroden Turmes und den Abtransport beziehungsweise die Entsorgung des Materials sind noch gar nicht eingerechnet.“ Für den Abbau des einsturzgefährdeten Turmes hofft man auf die Hilfe der Gemeinde. Kropf: „Das Areal rund um die Aussichtswarte wurde ausgeholzt und wird demnächst neu aufgeforstet. Im Zuge dessen hoffen wir, dass uns die Gemeinde beim Abbau und Abtransport hilft.“

Gemeinde soll bei Abbau  und Entsorgung helfen

 

Die Sektion Eisenstadt des Touristenklubs beschloss 1957, die Aussichtswarte zu errichten. Die Bauausführung der vierzehn Meter hohen hölzernen Warte besorgte das Gründungsmitglied Baumeister Adalbert Kienzl. Das Rundholz wurde von der Stadtgemeinde zur Verfügung gestellt. Kropf abschließend: „Vandalenakte in den letzten Tagen – sämtliche Sicherungs- und Absperrvorrichtungen wurden zerstört – zwingen uns aus Sicherheitsgründen dazu, die Warte so rasch wie möglich abzutragen und zu entsorgen.“