Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Die Stadt rettet nun den Gloriette-Aussichtsturm. STADT SPRINGT EIN / Nachdem in der Vorwoche das Aus für die Gloriette-Warte verkündet wurde, sagt Steiner nun Rettung zu.

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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Die BVZ-Titelgeschichte der Vorwoche zum Ende der Gloriette-Warte hat bei vielen Eisenstädtern großes Bedauern ausgelöst. Auch bei den Vertretern der Landeshauptstadt wurde die Ankündigung des Endes dieses Wahrzeichens mit Überraschung aufgenommen. Grund genug, um eine klare und rasche Entscheidung zu treffen. „Die Stadt Eisenstadt wird die fehlenden finanziellen Mittel bereitstellen, um die Aussichtswarte neu zu errichten. Auch für den Abbau des alten Turms werden wir sorgen“, stellt Klubobmann Thomas Steiner (ÖVP), der auch designierter Bürgermeister ist, fest.

Bürger sollen in Planung  eingebunden werden

Die Gloriette-Warte nach 54 Jahren sterben zu lassen, komme für die ÖVP Eisenstadt nicht infrage, so Steiner: „Diese Aussichtswarte ist auf der einen Seite für viele Eisenstädter ein Symbol für schöne Erinnerungen, andererseits ist sie aber auch heute ein wichtiger Bestandteil eines wunderschönen Naherholungsgebietes der Landeshauptstadt und damit auch ein touristischer Faktor.“ Steiner weiter: „Unser Plan ist es, dieses Naherholungsgebiet noch attraktiver zu machen. Daher ist die Erhaltung dieser Warte für mich eine Selbstverständlichkeit.“

Die Vertreter des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) – als Eigentümer der Warte – wurden von der Gemeinde bereits informiert. Man werde nun in den nächsten Tagen Gespräche führen, um die weitere Vorgangsweise hinsichtlich der Finanzierung und der Errichtung der Warte festzulegen.

Es geht dabei eigentlich nur mehr darum, die optimalen Fördersummen zu lukrieren sowie eine zwischen Stadt und ÖTK abgestimmte Bauplanung und Umsetzung festzulegen. Die Neuerrichtung des Turmes wird inklusive der Förderungen etwa 100.000 Euro kosten. „Von Seiten des ÖTK gibt es natürlich Applaus“, so vorstand Otto Kropf: „Ich bin sehr glücklich über die Unterstützung und auch darüber, dass das Wahrzeichen nun doch erhalten bleibt.“

Eine erste Reaktion gab es von der FPÖ. Stadtparteiobmann Géza Molnár zu der Gemeinde-Entscheidung: „Das ist die einzig richtige Entscheidung. Ich freue mich, dass die Warte gerettet wird. Es hätte mich auch gewundert, hätte sich Steiner diesen nicht allzu teuren Politiker-Elfmeter entgehen lassen.“

Zusage. ÖVP-Klubobmann Thomas Steiner erklärt, dass die Gemeinde das fehlende Geld für die Neuerrichtung der Warte aufbringen wird.