Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Die Wogen gehen hoch. HOCHWASSERSCHUTZ / Zagersdorf ziert sich bei der Verbandsgründung. Wulkaprodersdorf setzt indes eigene Maßnahmen.

VON BETTINA EDER

REGION /  „250.000 Euro für Erhaltungsmaßnahmen sind bereits genehmigt und die ersten Maßnahmen diesbezüglich schon angelaufen, 1,2 Millionen werden wir noch investieren müssen“, resümiert Wulkaprodersdorfs Bürgermeister Rudi Haller (SPÖ) den Status quo der Hochwasserschutzmaßnahmen in seiner Gemeinde. „Was wir können, machen wir alleine. Wir müssen ja auch“, erklärt er seinen Schritt, auch ohne den angestrebten Verband der Wulka-Gemeinden aktiv zu werden.

Vor etwa zwei Jahren gab es eine erste Besprechung zur Verbandsgründung, seitdem sind die betroffenen Gemeinden angehalten, Grundsatzbeschlüsse für den Beitritt zu fassen. Zagersdorf ist dem als einzige Gemeinde bis dato nicht nachgekommen.

Zakall: „Es ist nie wer direkt  an uns herangetreten“

Bürgermeister Helmut Zakall (SPÖ) dazu: „Es ist nach dieser Besprechung nie wer direkt an uns herangetreten. Konkrete Gespräche hat es nie gegeben. Ich dränge auch nicht drauf, weil mir unsere Projekte wichtiger sind.“ Ein Rückhaltebecken habe man schon und ein weiteres – im Konzept des Verbandes nicht enthaltenes – sei fast einreichfähig. „Das ist auch der Knackpunkt. Wenn unsere Vorinvestitionskosten mit eingerechnet und aufgeteilt werden. Sind wir im Boot“, erläutert Zakall. „Dem steht nach jetziger Sicht auch nichts entgegen. Dieses Rückhaltebecken dient ja auch dem Gesamtkonzept“, heißt es aus dem Büro von Landesrat Werner Falb-Meixner (ÖVP), wo man zuversichtlich ist, den Verband noch in diesem Jahr zu gründen.