Erstellt am 28. März 2013, 10:29

Diensthund stellte ungarische Diebesbande. Der Polizeihund „IXUS vom Satansberg“ stellte am Mittwoch in Steinbrunn im Bezirk Eisenstadt drei ungarische Diebe, die Teile von landwirtschaftlichen Geräten gestohlen hatten und flüchten wollten.

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Ein Landwirt aus dem Bezirk Eisenstadt hat im Gemeindegebiet von Steinbrunn eine aufgelassene Mülldeponie gepachtet und auf dem eingezäunten Gelände mehrere landwirtschaftliche Arbeitsgeräte abgestellt. Da ihm bereits am Dienstag Walzen und Zinken gestohlen worden waren, fuhr er am Mittwochnachmittag zu seinem Grundstück und sah einen in Ungarn zugelassenen weißen Kastenwagen. Zur Verhinderung der Flucht blockierte der Pächter mit seinem Traktor die Ausfahrt und erstattete auf der Polizeiinspektion Neufeld die Anzeige.

Als die Täter (25, 31 und 52 Jahre alt) die Streifenwagen eintreffen sahen, ergriffen sie zu Fuß die Flucht. Da der Boden mit Schnee bedeckt war, folgten die Fahnder zunächst den Spuren, konnten die Flüchtenden jedoch vorerst nicht auffinden. In die Fahndung war auch der Diensthund „IXUS vom Satansberg“, eingebunden, was sich als wahrer Glücksgriff erweisen sollte. Er nahm sofort die Fährte auf und konnte die Täter nächst dem Schießplatz auf einem Bahngleis aufstöbern.

Da sich diese nicht widerstandslos festnehmen lassen wollten und ihnen der Diensthundeführer vorerst allein gegenüber stand, musste er dem Tier zur Eigensicherung den Beißkorb abnehmen. Einer der Täter setzte dann tatsächlich eine Angriffshandlung gegen den Beamten, weshalb der Hund seinen Herrn sofort verteidigte und den Mann in den Oberarm biss. Dieser wurde leicht verletzt und nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus Eisenstadt wieder entlassen.
 
Mittlerweile trafen auch die anderen an der Fahndung beteiligten Polizisten ein und legten den Tätern die Handschellen an.
 
Im Kastenwagen hatten die Diebe bereits sechs Federzinken, sieben Striegelzinken und Hackelemente im Wert von 15.000 Euro zum Abtransport verwahrt. Die Teile wollten sie als Alteisen einem Schrotthändler in Ungarn verkaufen. Sie waren auch geständig, bereits am Dienstag Zubehör von landwirtschaftlichen Geräten – insgesamt 350 kg Eisen – gestohlen und in Ungarn um 17.000 Forint verkauft zu haben.